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Frage der richtigen Motivation

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Gegen Münster ist für Jordan Barnes und die Gießen 46ers wieder viel Brettarbeit gefragt. Foto: Schepp © Schepp

Gießen. Branislav Ignjatovic hat gute Laune. Dafür hat der Headcoach der Gießen 46ers auch allen Grund. Zuletzt sammelte sein Team in der 2. Basketball-Bundesliga ProA drei Siege am Stück ein, kletterte so im Klassement aus dem biederen Mittelfeld auf Rang drei. »Es ist eine stetige Entwicklung der Mannschaft zu sehen. Defensiv standen wir in den letzten Spielen immer besser und offensiv haben wir sehr gut den Ball laufen lassen«, freut sich »Frenki« über die starke Form seiner Jungs.

Denn: Zuletzt hatten die 46ers im Jahr 2018 drei Siege am Stück gelandet. Entsprechend gestärkt gehen die Lahnstädter in die nächste Heimaufgabe, wenn am Samstagabend die WWU Baskets Münster in der Osthalle gastieren.

Gießen 46ers - Baskets Münster (Sa., 19 Uhr)

Das anstehende Spiel ist vor allem im doppelten Sinne ein kleines Wiedersehen. So standen sich beide Teams vor Saisonbeginn im Finale des Pointers-Cups gegenüber. Damals setzten sich die 46ers deutlich mit 95:81 durch, damals wussten Nico Brauner (17), Stefan Fundic (16), Jordan Barnes (13), Justin Martin (13) und Luis Figge (11) zweistellig zu scoren. Pre-Season ist aber Pre-Season - und Pflichtspiel eben Pflichtspiel. Das weiß auch »Frenki« Ignjatovic, der dementsprechend auch die gleiche Motivation seiner Truppe wie die Woche darauf beim Topspiel bei Rasta Vechta erwartet.

Zum anderen steht mit Björn Harmsen ein Trainer an der Münsteraner Seitenlinie, der vor einer Dekade noch seine Brötchen an der Lahn verdiente. Nach etwas mehr als einem Jahr Trainerdasein war für den heute 40-Jährigen in der Osthalle aber schon wieder Schluss. Nach Zwischenstationen in Jena und beim Mitteldeutschen BC zeigt sich Harmsen seit der Saison 2021/22 beim damaligen Drittligisten aus Münster verantwortlich - zunächst als Sportdirektor, dann als Trainer. Im vergangenen Sommer gelang schließlich der Aufstieg in die ProA im Nachrückverfahren.

Mit vier Siegen auf der Habenseite stehen die WWU Baskets derzeit auf Rang elf. Dennoch warnt »Frenki« Ignjatovic insbesondere vor den Defensequalitäten der Münsterländer. »Die verteidigen hart, das ist auch eines der Markenzeichen von Björn Harmsen. Die letzten Ergebnisse zeigen, dass sie zumindest ihre defensive Form bestätigt haben«, so der Gießener Übungsleiter, der insbesondere einen Namen auf dem Zettel hat: Andreas Seiferth. Der 33-jährige Center kam zu Saisonbeginn vom BBL-Club medi Bayreuth. »Mit ihm haben sie einen tollen Coup gelandet«, meint Ignjatovic, »er wäre meiner Meinung nach auch weiterhin eine Bereicherung für die Bundesliga.« Der ehemalige Nationalspieler Seiferth weiß vor allem unter den Brettern ordentlich abzuräumen, der Big Man kommt nicht nur auf durchschnittlich 13,3 Punkte pro Spiel, sondern auch auf 7,2 Rebounds. Neben Seiferth sind Connor Jax Harding (10 Punkte pro Spiel) und Jasper Günther (9 Punkte pro Spiel) die treffsichersten Schützen der WWU Baskets. »Die Tabelle spiegelt nicht deren Leistungsvermögen wider«, hat Ignjatovic viel Respekt für den kommenden Kontrahenten übrig, »für mich sind sie ein Playoff-Kandidat. Die Zuschauer können sich auf ein tolles Spiel freuen.«

Ob Igor Cvorovic ein Teil davon sein kann, ist aktuell jedoch fraglich. Der Gießener Power Forward hat sich unter der Woche im Training eine Schulterverletzung zugezogen. Ob er spielen kann, muss abgewartet werden. Ansonsten sind aktuell alle 46ers an Bord, die auch nach Spielschluss ihre gute Laune bewahrt wissen wollen.

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