Frankfurter Lieblingsgegner

FRANKFURT (pep). Von »Angstgegnern« wollen Bundesliga-Trainer nicht viel hören. In diesem Fall dienen die Statistiken dem Zweck, sie so schnell wie möglich zu widerlegen. Der Frankfurter Eintracht ist dies in der vergangenen und in der laufenden Saison häufig gelungen.

Die Frankfurter haben zum ersten Mal in ihrer Historie überhaupt ein Bundesligaspiel beim Nachbarn in Mainz gewonnen, sie haben nach 21 Jahren (!) mal wieder beim FC Bayern München gewonnen und nach elf Jahren bei Borussia Dortmund. Statistisch ausgewiesene »Angstgegner« gibt es für die Eintracht also nicht mehr.

Der Begriff »Lieblingsgegner« ist den Trainern sowieso lieber. Wenn die Eintracht am Samstag bei der TSG Hoffenheim antritt, ist das so ein Fall. Acht Spiele in Folge haben die »Adler« gegen Hoffenheim nicht mehr verloren, die letzten sechs Spiele sogar allesamt gewonnen. Eine Mannschaft also gegen die Frankfurter zumindest mal gerne spielt, die ihr »liegt«.

Dementsprechend selbstbewusst gehen sie die Aufgabe an. »Wenn wir unsere Arbeit machen, dann können wir in Hoffenheim gewinnen«, sagt Routinier Makoto Hasebe, der nun wahrlich nicht zur Selbstüberschätzung neigt. Die gute Form der letzten Wochen mit wettbewerbsübergreifend vier Siegen in Folge haben die Brust der Frankfurter anschwellen lassen. Nun treffen sie in Hoffenheim aber auf einen Gegner, der einen ähnlich guten »Lauf« hat. Die TSG hat in den letzten vier Spielen neun Punkte geholt und sich auf den ersten Europa-League-Platz (5.) hochgehangelt.

Ohne Fans

Verzichten müssen die Hessen im Kraichgau auf die Unterstützung ihrer Fans. Ob das die Leistung beeinträchtigen könnte? »Oldie« Hasebe spricht von einer »totalen Katastrophe«. Die Leere in den Stadien würde gerade seinem Team »sehr weh tun«, sagt er.

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