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Frenzel führt Hassianer zum Erfolg auf dem Rhein

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Mainz (red). Zum 33. Mal fand die Regatta um den Nikolaus-Vierer in Mainz statt. Ruhiges und nahezu windfreies Wetter bei drei Grad Celsius waren die Rahmenbedingungen zu diesem traditionellen Saisonabschluss der Rudervereine in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Die Veranstaltung hat neben dem sportlichen Charakter der vier Kilometer Langstrecke mit Wende auch einen geselligen Bestandteil, so wird das schönste Boot in vorweihnachtlichem Kleid prämiert. Der Nikolaus Vierer hatte auch zwei Jahre Zwangspause und fand somit großen Anklang im 15 Rennen umfassenden Vierer Rennprogramm.

Vom Gießener Ruderclub Hassia waren in der Vergangenheit zumeist Teams der Masters Altersklassen vertreten. Dieses Jahr gesellte sich zum Masters Vierer der Hassia auch ein Junioren Boot, dass die vier Kilometer Strecke zum Saisonausklang nutzte. So ließ es sich Trainer Marlon Welsch als Steuermann nicht nehmen, seine vier Jungs Jona Thorn, Joscha Weber, Paul Hecker und Jan Paul Hagen über die Strecke zu begleiten. Ohne Gegenmeldung galt es, die Uhr mit Zeitvorgabe zu schlagen. Speziell die letzten 1000 Meter gegen die Strömung des Rhein-Nebenarms machen den Schlussspurt besonders beschwerlich.

Das Team meisterte jedoch die Zeitvorgabe deutlich mit 16 Minuten 40 Sekunden und errang somit den letzten Saisonsieg des Jahres, insgesamt die Nummer 48 für die Hassia. Zuvor gingen die Hassia Skuller im Masters Männer Vierer der Altersklasse F (60 Jahre und älter) in der Besetzung Dirk Heller, Ernst Pawlowsky, Walter Breitfelder, Kai Frenzel mit Steuerfrau Inga Frenzel auf die Strecke.

Rhythmische Schubschläge um Schlagmann Dirk Heller brachten das Team von der Startlinie weg gut in Fahrt und es entwickelte sich eine zügige Fahrt mit der Strömung bis zur Wende-Boje. Die Fahrt gegen die Strömung gestaltet sich auf den letzten 1000 Metern als besonders beschwerlich, da das Vorankommen trotz starken Schlageinsatzes langsamer ist und besonders zäh im Boot empfunden wurde.

An den Steuerseilen machte Inga Frenzel jedoch eine gute Arbeit und konnte den GIG Vierer dicht unter Land auf idealer Strömungslinie führen. Im Sechs-Boote-Feld gelang es den Hassianern, in der Zeit von 16 Minuten 37 Sekunden die Konkurrenz klar hinter sich zu lassen und somit den Sieg zu feuern. Erfreulich auch das Comeback von Walter Breitfelder nach drei Jahren Regatta-Abstinenz, wobei er gleich einen Sieg im ersten Rennen nach der Rückkehr bejubeln durfte.

»Es war ein Riesenspaß hier in Mainz dabei gewesen zu sein für die Junioren und gemeinsam mit den Masters zwei Medaillen nach Hause gebracht zu haben. Wir sollten im kommenden Jahr versuchen, noch mehr Aktive aus der Hassia zum Nikolaus-Vierer zu motivieren«, so Trainer Marlon Welsch abschließend zur gelungenen Veranstaltung auf dem Rhein.

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