Freude über den Zuschauermagneten

Gießen. Die Winterpause ist im Fußballkreis Gießen flächendeckend eingekehrt. So hat auch die Kreisoberliga Süd ihre Einfachrunde beendet, dabei standen die Teams, die dann im kommenden Jahr in der Meister- bzw. in der Abstiegsrunde starten, schon vor den letzten Partien fest. Sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf zeigte sich auch Gießens Kreisfußballwart (KFW) Henry Mohr.

»Auch in der Kreisoberliga gab es glücklicherweise so gut wie gar keine Spielausfälle. Einzig beim SV Hattendorf hatte das Coronavirus spät in der Vorrunde zugeschlagen, weshalb eine Partie verlegt werden musste.

Ansonsten lief alles wie geplant, und wir sind sehr froh, mit der Beendigung der Einfachrunde nun eine Wertungsgrundlage geschaffen zu haben. Auch wenn ich natürlich guter Dinge bin, dass wir die Saison ab dem Frühjahr dann regulär zu Ende spielen können«, resümierte Mohr, für den aus sportlicher Sicht praktisch keine Überraschungen gab. »Alle Mannschaften, die in den letzten Jahren oben zu finden waren, haben sich auch diesmal wieder dort platziert. Dass es zudem Lumda/Geilshausen geschafft hat, freut mich, denn sie sind schon ein Zuschauermagnet!«

Meisterrunde:

Wie die Kreisliga A Gießen so spielt auch die Kreisoberliga Gießen Süd den Aufsteiger in die Gruppenliga Gießen/Marburg in einer Meisterrunde aus, in der die sechs teilnehmenden Mannschaften bei null Punkten starten und nach der Winterpause in einer Doppelrunde noch zehn Mal auf dem Platz stehen. Eine Relegation gibt es darüber hinaus im kommenden Jahr nicht.

Als bestes Team der Vorrunde entpuppte sich die SG Birklar, die ihre starke Vorjahresleistung bestätigen und 13 ihrer 16 Spiele gewinnen konnte. Sollte die Saison aus Pandemiegründen nicht zu Ende gespielt werden können, würde die Dervishi-Truppe als Erster nach der Qualirunde aufsteigen.

Eine starke Saison lieferte auch die SG Treis/Allendorf ab, die das Fußballjahr als Tabellenzweiter abschloss. Dabei kann das Team von Thorsten »Zimbo« Zimmerling auf die beste Defensive der Liga (nur 15 Gegentore) vertrauen.

Wenig überraschend mutierte die TSG Wieseck um Goalgetter Jean-Claude Günther mal wieder zur »Tormaschine der Liga« und schlug in den 16 Spielen gleich 62 Mal zu. Geradezu unfassbar mutet die Heimbilanz an, denn in acht Partien an der Philosophenstraße gelangen acht Siege bei 49:14 (!) Toren. Burkhardsfelden bekam dabei zuletzt sieben, Klein-Linden und Homberg acht und der bedauernswerte ASV sogar zehn Gegentreffer eingeschenkt.

Ebenfalls souverän in die Meisterrunde schafften es die SG Obbornhofen/Bellersheim und als einziger Alsfelder Vertreter die SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod.

Auch dabei ist im zweiten Jahr ihrer Liga-Zugehörigkeit die FSG Lumda/Geilshausen, die sich ihren Platz unter den besten sechs Mannschaften frühzeitig sicherte und lange Zeit mit der SG Birklar um Platz eins stritt.

Erst in den letzten Wochen war die Luft beim Team von Matthias Röhmig ein wenig raus, an der sicheren Qualifikation änderte dies aber nichts mehr.

Abstiegsrunde:

Da der bis dato punktlose TSV Großen-Linden sein Team schon Anfang Oktober aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hat, spielen die verbliebenen zehn Mannschaften nach der Winterpause nun nur noch zwei Abstiegsplätze auf sportlichem Wege aus. Die Punkte der Qualirunde gegen die Teams, die ebenfalls an der Abstiegsrunde teilnehmen, werden ins kommende Jahr mitgenommen, sodass alle in einer Einfachrunde noch neun Mal auf dem Platz stehen müssen.

Aktuell die geringsten Sorgen dürfte sich der SV Hattendorf machen, der bei 21 Punkten schon acht Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze aufweist. Da aber die Punkte gegen die Top Sechs gestrichen wurden, hatte dies für so manches Team doch größere Auswirkungen.

Ganze sechs Punkte sammelte die FSG Homberg/Ober-Ofleiden (ein Sieg, drei Remis) beispielsweise gegen die Meisterrundenteams, die nun allesamt verlorengehen. Daher liegt die FSG mit nun 17 Punkten nur noch vier vor dem ersten Abstiegsrang.

Diesen hat aktuell die FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf inne, das Team von Trainer Steffen Becker hat aber gleich mehrere Teams vor sich in Sichtweite. Dass der 5:2-Coup gegen die SG Obbornhofen/Bellersheim nun nach der Winterpause nicht mehr in die Wertung eingeht, warf dagegen den Kurdischen FC Gießen zurück. Statt zwölf Zählern sammelte das Team von Mesut Yenigün nun nur noch neun und muss doch schon mit einem kleinen Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze ins kommende Jahr starten.

Tabelle Abstiegsrunde:

1. SV Hattendorf 21 Punkte

2. SF Burkhardsfelden 19

3. ASV Gießen 18

4. FSG Homberg/O. 17

5. TSG Leihgestern 17

6. TSV Klein-Linden 16

7. FSG Grünberg/Lehn./St. 15

8. SG Trohe/Alten-Buseck 14

9. FSG Bessingen/Ett./Lang. 13

10. Kurdischer FC Gießen 9

11. TSV Großen-Linden (hat zurückgezogen und steht bereits als Absteiger fest)

Die Teams auf den Plätzen neun und zehn steigen in die Kreisliga A Gießen ab.

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