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Frisch gebackener Herbstmeister

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Gießen (mhe/bo/red). Im Verfolgerduell mit dem Tabellenzweiten Hönebach der Kegel-Hessenliga steigerte sich Metor dank einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung zur Saisonbestleistung und ließ den Gästen aus Osthessen keine Chance.

M85 Mittelhessen - KSG Hönebach-Ronshausen 5124:4782 (3:0/50:28): Der bewährte Startblock mit Michael Buhl (873 Holz, 10 EWP) und Robert Gellert (852, 8) spielte erneut stark über 1700, musste aber einen Rückstand von einem Holz akzeptieren. Hönebach seinerseits war mit dem überragenden Ex-Erstligaspieler Andi Sekulla (895, 12) und Schaub (828, 6) ebenfalls sehr stark aufgestellt. Davon unbeeindruckt spulten René Junge (844, 7) und besonders Olli Kahl mit Saisonbestleistung (875, 11) und grandiosen 247 Holz auf Bahn vier mehr als das zu erwartende Pensum ab und gaben dem Spiel die aus Sicht Mittelhessens richtige Wendung. Der Mittelblock der Gäste konnte da mit Schmidt (744, 2) und Sufin (801, 4) zu keiner Zeit mithalten. Der Vorsprung betrug nun 173 Holz für die Mittelhessen.

Im letzten Block gab es von Knoth (782, 3) nur zu Beginn etwas Gegenwehr, Jörg Sekulla (732, 1) konnte sich nicht auf die Bahnen einstellen. Demgegenüber steigerte sich Kai Bolte nach schwachem Beginn (821, 5). Alexander Lehnhausen spielte zudem vier starke Bahnen und landete bei 862 Holz (9). Durch die bemerkenswerte Geschlossenheit gab es am Ende einen nach dem ersten Block so nicht erwarteten deutlichen Sieg, womit der vierte Tabellenplatz gefestigt werden konnte.

KSV Wetzlar - KSC Heuchelheim 5180:4910 (3:0/49:29): Der erste Block begann auf relativ hohem Niveau. Alex Rohde vom KSV Wetzlar erspielte unangefochtene 903 Leistungspunkte. Frank Koerner landete diesmal »nur« bei 845 LP, so dass Yannick Röhm ihn hier mit 846 LP um ein Holz überspielen konnte. Heuchelheims Andy Kreiling erreichte sehr gute 818 LP, konnte aber nicht mehr eingreifen.

Im zweiten Block kam Jonas Wiegandt auf 795 LP und Christian Weeg sicherte sich 779 LP. Damit konnten auch hier weitere Wertungen geholt werden, denn Jörg Steinmüller vom KSV Wetzlar erreichte lediglich 785 LP, während Rainer Scheidt mit starken 886 LP fast unantastbar blieb.

Heuchelheim verpasst Zusatzpunkt

Im Schlussblock überspielte Uwe Reuschling mit 791 LP die 785 LP überspielen. Die beiden Wetzlarer Michel Andrick (877 LP) und Edgar Hardt (884 LP) lagen ihrerseits, bis auf Lars Wiegandt, deutlich vor allen Heuchelheimern. Trotzdem war bis zum vorletzten Wurf von Wiegandt die Chance auf den Zusatzpunkt gegeben. Bei diesem Wurf wackelte das neunte Holz, blieb aber stehen, so dass das Ergebnis von Rainer Scheidt nicht mehr überspielt und der Zusatzpunkt nicht geholt werden konnte.

KSG Neuhof - KC 88 Wettenberg 4783:4870 (0:3/34:44): Tabellenführer KC 88 Wettenberg erwischte am 9. Spieltag der Hessenliga den ehemaligen Bundesligisten KSG Neuhof auf dem falschen Fuß und durfte bei den an diesem Tag ersatzgeschwächten Osthessen mit einer kompakten Mannschaftsleistung einen äußerst wichtigen Auswärtssieg feiern.

Die Gastgeber mussten zum Abschluss der Hinrunde ausgerechnet gegen das bislang auswärtsstärkste Team der Liga auf ihren Topscorer Jens Vogel verzichten und standen daher von Beginn an gehörig unter Druck. Die Kunststoffbahnen in Rommerz lassen inzwischen auch für auswärtige Akteure ansprechende Ergebnisse zu. So gelang den Wettenbergern Jan Anders (826/9) und Jörg Schnell (838/12) im Vergleich mit David Köhler (818/8) und Denis Happ (808/7) der optimale Auftakt mit einem Plus von 38 Hölzern.

Im nachfolgenden Block fiel dann unmittelbar die Vorentscheidung für den späteren Spielausgang. Wettenberg ließ mit seinen Routiniers Christian Lenz (805/5) und Kai Uwe Schnell (832/11) nicht locker, während bei der KSG Manfred Kullmann (763/2) und Nachrückerin Lea Balzer (758/1) den immer größer werdenden Vorsprung Wettenbergs von schlussendlich 154 LP nach vier Bahnen nicht verhindern konnten.

Im letzten Abschnitt sollte für den frisch gebackenen Herbstmeister damit nichts mehr anbrennen. Auch als die Hausherren eine zwischenzeitliche Aufholjagd einläuteten, waren Tim Happ (829/10) und Werner Balzer (807/6) gegen Wettenbergs Martin Albach (786/4) und Kai Göbler (783/3) am Ende doch recht weit davon entfernt, die Partie noch gänzlich zu drehen.

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