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Frust nach letztem Wurf

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Eddersheim (miw). Nach zuletzt drei Siegen in Serie musste die HSG Wettenberg in der Handball-Oberliga der Frauen bei der TSG Eddersheim II eine unglückliche 17:18 (9:6)-Niederlage hinnehmen. Bei der denkbar knapp verlorenen Partie musste die HSG von Trainer Kai Nober mit einem dezimierten Kader anreisen, mehrere Spielerinnen standen nicht zur Verfügung, sodass Spielerinnen der zweiten Mannschaft aushalfen.

TSG Eddersheim - HSG Wettenberg 18:17

Trotz des ausbleibenden Punktgewinns zeigte sich Nober mit der Leistung gegen die zuletzt formstarken Aufsteiger zufrieden: »Das Ergebnis ist sehr bitter, da Eddersheim über 60 Minuten nicht besser war und die Mannschaft daher einen Punkt verdient gehabt hätte. Wir haben einen hervorragenden Fight geliefert, konnten aber nicht im Angriff an unsere letzten Angriffsleistungen mit Harz anknüpfen. Da haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht, konnten uns aber insbesondere bis zur 35.Minute auf unsere Deckungsarbeit verlassen.«

Die Gäste konnten zunächst wieder auf ihre stabile und kompakte Defensivreihe bauen und machten dadurch der TSG im Angriff das Leben schwer. Der Angriffsmotor der Auswärts-Sieben stotterte jedoch auch noch, sodass nach einer Viertelstunde ein 4:3 für die Mannschaft aus Mittelhessen auf der Anzeigetafel stand. Nachdem Eddersheim mit 5:4 vorlegen konnte, ließ Wettenberg in den verbleibenden zehn Minuten vor der Pause nur noch einen einzigen Gegentreffer zu und konnte dadurch wieder die Führung an sich reißen. Eine halbe Minute vor dem Halbzeitpfiff markierte Linksaußen Toni Schuldt das 9:6 für die Gäste.

Auch nach dem Seitenwechsel konnten die Wettenbergerinnen ihren Vorsprung zunächst behaupten und bauten nach einem Tor von Rica Jansche die Führung sogar auf 11:7 (35.) aus. In der Folge schaffte es jedoch die Drittliga-Reserve, ein ums andere Mal die Angriffe erfolgreich abzuschließen. Mit einem 6:0-Lauf übernahm Eddersheim beim 13:11 die Spielkontrolle, konnte die Gäste aber nicht abschütteln.

Wettenberg kam mehrmals zum Anschluss und Ausgleich, so auch beim 17:17 durch Tanja Tröller eine Minute vor Abpfiff. 40 Sekunden vor Ende des Spiels war es Lea-Sophie Ullrich, der der Siegtreffer für ihr Team gelang. Nober nahm eine halbe Minute vor Spielende noch eine Auszeit, der gut vorgetragene Angriff endete mit einer freien Einwurfmöglichkeit, die nicht genutzt werden konnte.

Wettenberg: Habermehl, Rinn; Münch(4), Schuldt(4/2), Büsselberg, Schäfer, Tafferner(3), Rolshausen, Schwab, Tröller(4), Ebert, Jansche(2), Schön, Hammermann

Eddersheim II: Thiel, Kuptschitsch; Grünewald(1), Gottfried(1), Rühl(7/6), Lisa Walter(1), Scheffer, Nicole Walter(2), Sulejmani, Ullrich(5), Lopes, Breitenfelder(1), Braun

SR: Hartmann/Thomsen (Bensheim/Auerbach). - Zeitstrafen: 4:6 Minuten. - Siebenmeter: 2/2:7/6

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