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Füchse beißen Teufel

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Von: Wolfgang Bender

Weißwasser (wbe) Die Devise »Aller guten Dinge sind drei« hatte für den EC Bad Nauheim zum Jahresausklang in der Deutschen Eishockey-Liga 2 keine Relevanz. Nach den beiden Heimsiegen gegen Bayreuth und Dresden unterlagen die Roten Teufel am Tag vor Silvester bei den Lausitzer Füchsen mit 4:6 (0:1, 1:5, 3:0), wobei ein katastrophales Mitteldrittel mit vier Gegentreffern in Folge vor 2952 Zuschauern den Ausschlag zu Gunsten von Weißwasser gab.

Trotz der Niederlage geht der EC Bad Nauheim als Tabellendritter in das neue Jahr.

Lausitzer Füchse - EC Bad Nauheim 6:4

Nach der Begegnung war EC-Headcoach Harry Lange stocksauer. »Unser Nachwuchskeeper Leon Willerscheid hat in den beiden ersten Dritteln noch Übleres vermieden und sehr gut gespielt. Die anderen waren heute nicht anwesend. Gewinnen ist hart und dazu muss man eben bereit sein und über 60 Minuten Gas geben. Das haben wir nicht gemacht und deshalb war es ein total verkorkster Abend«, ärgerte sich Lange.

In der ausverkauften Eis-Arena in Weißwasser gingen die Füchse in der 9. Minute in Führung. Nach Vorabreit des Finnen Roope Mäkitalo besorgte Goalgetter Hunter Garlent das 1:0. Bad Nauheim hatte seine Chancen, doch Füchse-Keeper Ville Kolppanen war zunächst nicht zu bezwingen.

Nach dem 2:0 der Füchse durch Tim Detig kam der Bad Nauheimer Anschlusstreffer durch Jerry Pollastrone zwar gerade recht, aber Weißwasser blieb in der Folge spielbestimmend. Das 3:1 von Clarke Breitkreuz war das nächste deutliche Zeichen der Gastgeber, die jetzt vor allem ihre Überzahlsituationen konsequent nutzten. Als David Cerny und später Michael Bartuli (5 Minuten) auf die Strafbank mussten, zog Weißwasser durch Tore von Hunter Garlent (2) und Clarke Breitkreuz auf 6:1 davon. Damit war die Partie nach dem zweiten Abschnitt praktisch entschieden.

»Das letzte Drittel sollten wir wegradieren«, meinte hinterher Füchse-Coach Petteri Väkiparta, dessen Team fast noch in Schwierigkeiten geraten wäre. Mit dem 2:6 startete Jordan Hickmott eine Aufholjagd der Gäste, bei denen Mick Köhler und Taylor Vaus bis zur 53. Minute den 4:6-Anschluss schafften. Dann endete allerdings das »Zwischenhoch« der Bad Nauheimer, die mit einer verdienten Niederlage die lange Heimreise von der polnischen Grenze antreten mussten.

Bereits heute steigt die Deutsche Eishockey-Liga 2 mit ihrem Spielgeschehen in das neue Jahr ein. An diesem 33. Spieltag genießt der EC Bad Nauheim Heimrecht und erwartet um 19.30 Uhr im Colonel-Knight-Stadion den Aufsteiger Eisbären Regensburg.

Der Neuling hat sich bislang sehr gut in der ungewohnten Umgebung geschlagen aber als Tabellensiebter haben die Eisbären aktuell trotzdem nur drei Punkte Vorsprung auf die abstiegsgefährdeten Playdown-Plätze.

Für den EC Bad Nauheim, der bislang beide Begegnungen gegen den Aufsteiger gewonnen hat, bietet sich nach dem peinlichen Auftritt in Weißwasser die Chance auf Wiedergutmachung. »Ich will eine Reaktion meiner Mannschaft sehen«, fordert denn auch Trainer Harry Lange.

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