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3:3 fühlt sich zu wenig an

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Watzenborn (rd). Wenn nach intensiven 90 Minuten beide Mannschaften kopfschüttelnd den Platz verlassen, dann kann es sich eigentlich nur um ein Unentschieden handeln, das beiden nicht weiterhilft. Und so war es auch am Sonntag in Watzenborn auf dem Kunstrasenplatz, als der FC Gießen II in der Verbandsliga Mitte eine weitere (letzte) Chance auf den Ligaverbleib nutzen wollte, im Duell Letzter gegen den Vorletzten aus Schwanheim aber über ein 3:

3 (2:2) nicht hinauskam.

FC Gießen II - SG Germania Schwanheim 3:3

Dabei war es für die Elf von Thomas Turgut vor nicht einmal einem Dutzend Zuschauern perfekt losgegangen: Bereits nach vier Minuten zeigte Schiedsrichter Yannick Stöhr (Fischbachtal) auf den Punkt. Gießens Yannick Schwabe war gelegt worden. Gani Sevim verwandelte sicher. Nach der raschen 1:0-Führung mühte sich der Gast, im Kurzpassspiel vor Gießens Kasten zu kommen, während der FC - mit den Anleihen Ben-Luca Fisher, Jabez Makanda und Leonidas Tilliudis aus der Ersten - zumeist mit langen Bällen das Mittelfeld überbrückte, um sich die körperliche Überlegenheit von David Osei und Makanda zunutze zu machen.

Das gelang nur selten, wobei Fisher nach 22 Minuten mit einer schönen Direktabnahme aus 16 Metern den Gästekasten nur knapp verfehlte, während Schwanheim zwei Abschlüsse vorzuweisen hatte, die jeweils flach am rechten Eck vorbeistrichen. Was die Gießener am Ende den Sieg kosten sollte: Sie legten sich die Treffer selbst ins Tor. So profitierte Schwanheims Noah Bremer in der 32. Minute von einem Missverständnis zwischen Außenverteidiger Gabriel Birol, der den Ball ungenau zu Sevim zurückpasste und so Schwanheims 14er ins Spiel brachte: 1:1. Schön herausgespielt war dann aber das 2:1 nach 41 Minuten, als Fisher Schwabe mustergültig in Szene setzte und der den Ball aus zehn Metern ins Netz zimmerte. Dass der FCG nicht mit einer Pausenführung in die Kabine ging, lag am zweiten individuellen Patzer: Dabei ließ Keeper Vladan Grbovic den Schuss von Leonardo Matic nach vorne abprallen, Fatih Bilen bedenkte sich (45.): 2:2.

In Durchgang zwei ging es weiter lautstark und ohne die Knochen zu schonen energisch zur Sache. Mit offenem Visier wurde die Entscheidung gesucht. Dabei zögerte Gabriel Gülec bei einer Riesenchance zu lange (50.), ehe auf der Gegenseite Grbovic gegen Kotaro Nakajima glänzend hielt (58.).

Schwanheims Japaner ließ sich nach dem Ballverlust von Sevim in der Vorwärtsbewegung die nächste Chance aber nicht entgehen und traf nach 67 Minuten zur 3:2-Gästeführung. Schwanheim schien nun alle Trümpfe in der Hand zu haben, aber Gießens Moral und Brechstange brachte Makanda nach einem langen Ball von Grbovic und Zuspiel des eingewechselten Kilian Parson in Schussposition: 3:3 nach 85 Minuten. Zum Leben zuwenig, zum Sterben zuviel

Tore: 1:0 Sevim (4./FE), 1:1 Bremer (32.) Bremer, 2:1 Schwabe (41.), 2:2 Bilen (45.), 2:3 Nakajima (67.), 3:3 Makanda (85.). - Schiedsrichter: Stöhr (Fischbachtal). - Zuschauer: 11. - Gelb-Rote Karte: Sevim (88.).

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