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Für Teufel kommt es knüppeldick

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Bad Nauheim (wbe). Eigentlich war der EC Bad Nauheim bislang verletzungstechnisch ganz gut durch die Saison in der Deutschen Eishockey-Liga 2 gekommen, doch jetzt hat es die Roten Teufel knüppeldick erwischt. Tomas Schmidt und Eric Stephan, die im Schlussdrittel beim letzten Gastspiel in Crimmitschau vorzeitig das Eis verließen, werden beide längerfristig ausfallen.

»Mir gehen langsam die Verteidiger aus aber Jammern hilft da nichts«, war die erste Reaktion von EC-Headcoach Harry Lange auf die Hiobsbotschaften, zumal der Deutsch-Österreicher mit Philipp Wachter derzeit auch noch auf einen dritten Defensivspieler verzichten muss. Inzwischen sind die EC-Verantwortlichen schon auf dem Transfermarkt aktiv geworden, wobei der Name des ehemaligen EC-Spielers Andrej Birek (derzeit beim Kooperationspartner Köln) immer wieder fällt. Als erste Maßnahme soll zudem Daniel Ketter reaktiviert werden, der im September in Bad Nauheim sein Abschiedsspiel bestritt und aktuell beim Oberligisten EG Diez-Limburg aktiv ist. In einem ersten Gespräch mit Lange hat Ketter keine grundsätzliche Ablehnung für sein Comeback in der zweiten Liga gezeigt, wollte sich allerdings noch Bedenkzeit lassen.

Ausgerechnet in dieser schwierigen personellen Situation steht der EC Bad Nauheim sportlich vor einem »Hammer-Wochenende«. Nach dem Motto »Spitzenmannschaften unter sich« erwarten die Badestädter heute um 19.30 Uhr den zuletzt sehr erfolgreichen Tabellenzweiten Dresdner Eislöwen (acht Siege aus neun Spielen) und am Sonntag um 18.30 Uhr sind sie die Roten Teufel zu Gast im prestigeträchtigen Hessenderby beim Tabellendritten Löwen Frankfurt. An die anstehenden Aufgaben verschwendet Trainer Harry Lange derzeit kaum Gedanken. »Ich muss erst einmal zwei spielfähige Abwehrformationen finden«, sagt der Coach mit Angst davor, »durchgereicht zu werden.«

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