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Geführt und eingebrochen

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Watzenborn-Steinberg (mol). Wie gewonnen, so zerronnen! - nachdem der FC Gießen II in der Vorwoche durch den 3:1-Sieg beim MTV 1846 Gießen erstmals seit dem 16. Oktober wieder Grund hatte, in der Fußball-Gruppenliga Gießen/Marburg einen Dreier zu bejubeln, hat der Verbandsliga-Absteiger im »Sechs-Punkte-Spiel« gegen den FSV Braunfels wichtige Zähler verpasst.

Auf eigenem Platz unterlag das Team von Interimstrainer Mario Pitz bei dessen Debüt den Schlossstädtern mit 1:3.

FC Gießen II - FSV Braunfels 1:3

»Wir hatten das Spiel in der ersten Halbzeit eigentlich im Griff und haben vor allem defensiv wenig zugelassen. Das 1:0 haben wir aber zunächst verpasst, das dann aber nach dem Wechsel nachgeholt. Knackpunkt war dann, dass wir die Führung nur zwei Minuten halten konnten und Braunfels das Spiel dann später mit einem Freistoß komplett dreht. Leider haben wir in der zweiten Hälfte dann nicht mehr an die gute erste anknüpfen können«, berichtete FCG-Coach Pitz. In der ersten halben Stunde war Gießen besser in der Partie und erarbeitete sich Feldvorteile, große Chancen entsprangen der Überlegenheit aber nicht. Bis sich Awed Abeselom die große Chance zur Führung bot, doch der Torjäger der Gastgeber setzten einen Elfmeter neben das Tor.

Kurz nach dem Wechsel bot sich dann wiederum den Schlossstädtern die große Chance, vom Punkt aus die wichtige Führung zu erzielen, doch auch Pedram Afrooghi (54.) brachte einen Elfmeter - diesmal wegen eines Handspiels - nicht im Tor unter. Und so gingen stattdessen die Hausherren nach einem langen Ball durch Abeselom (63.) mit 1:0 in Führung. Diese hielt allerdings nur zwei Minuten, weil Braunfels - zuletzt drei Spiele ohne eigenes Tor - stark antwortete und auch Afrooghi (65.) seinen »Elfer-Fehlschuss« mit einem Treffer aus dem Spiel heraus wiedergutmachte. Nun war die Yener-Elf richtig stark in der Partie, während von den Gastgebern fast nichts mehr kam. Nach 72 Minuten war dann die FSV-Führung fällig, weil Lucas Duarte Marin einen Freistoß an FCG-Keeper Michael Klaus vorbei ins Netz zirkelte. In der Schlussphase wollten die Gastgeber den Ausgleich noch erzwingen, leisteten sich aber eine kapitale Unstimmigkeit in der eigenen Defensive. Duarte Marin (88.) war zur Stelle und stellte mit dem 3:1 den verdienten Braunfelser Sieg endgültig sicher.

Gießen: Klaus - Birol, Sahin, Litzinger, Rodriguez Weber, Simsek, Calabrese, Schmitz, Akkus Rodriguez, Domazet, Abeselom - Einwechselspieler: Celik, Kuczewski, Perera, Kandijeu.

Braunfels: Engelhard - Makkonen, Sentürk, Brück, Trautmann, Zhegrova, Yener, Magera, Kaya, Afrooghi, Duarte Marin - Einwechselspieler: Besun, Tronccone, Busik, Luciani.

Tore: 1:0 Abeselom (63.), 1:1 Afrooghi (65.), 1:2, 1:3 Duarte Marin (72., 88.) - Schiedsrichter: Langlitz (Erlensee) - Zuschauer: 50. - Besondere Vorkommnisse: Abeselom schießt Foulelfmeter neben das Tor (27.), Klaus (Gießen) hält Elfmeter von Afrooghi (54.).

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