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Gegen die Schwergewichte

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Harry Lange (Trainer EC Bad Nauheim, vorne) und sein Co Adam Mitchell gehen mit Zuversicht ins Derby. Foto: Chuc © Chuc

Bad Nauheim (mcs). Nach schwachem Saisonstart hat sich der EC Bad Nauheim aus dem Tabellenkeller der Zweiten Deutschen Eishockey-Liga (DEL 2) mittlerweile nach vorne und immerhin auf den achten Tabellenplatz geschoben. Elf von zwölf möglichen Punkten waren an den letzten beiden Wochenenden dafür der Grund.

Doch nun wartet nicht nur ein vollgepacktes Programm auf die Mannen von Trainer Harry Lange, sondern auch echte Schwergewichte der Liga. Genau genommen die Top Drei der Klasse, denn bevor die »Roten Teufel« am Dienstag zum dritten Spiel binnen fünf Tagen gegen Tabellenführer EV Landshut antreten, steht am Freitagabend (19.30 Uhr) zunächst das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten ESV Kaufbeuren an, ehe am Sonntagabend (18.30 Uhr) der Dritte Kassel Huskies zum Hessenderby im Colonel-Knight-Stadion gastiert.

Was vielen nicht bewusst sein dürfte: der 23. Dezember vergangenen Jahres war in der jüngeren EC-Eishockeygeschichte so etwas wie ein historischer Tag. Am Abend vor Heiligabend sorgte Taylor Vause mit seinem Overtime-Treffer nach elf Sekunden nämlich für den 5:4-Auswärtssieg in Kaufbeuren und damit für das Ende der wohl längsten Auswärtsniederlagen-Serie in Bad Nauheims DEL2-Geschichte. Seit dem 25. März 2015, als die Roten Teufel einen 6:3 -Erfolg landeten und Coach Lange selbst neben Vitalij Aab oder Dusan Frosch noch zu den Torschützen gehörte, waren die Badestädter 15 Mal zu Partien an den Rand des Allgäus aufgebrochen und jedes Mal mit einer Niederlage heimgekehrt. Und auch in dieser Saison wird der Weg zu Zählern steinig, da die »Joker« drei ihrer vier Saison-Heimspiele gewinnen konnten und als Tabellenzweiter (19 Punkte aus neun Spielen) top gestartet sind.

Nach dem Aufstieg der Löwen Frankfurt in die DEL warten in dieser Saison nur noch vier statt der aus den letzten Jahren gewohnten acht Derbys auf die EC-Fans, das erste am kommenden Sonntag. Dann gastieren die Kassel Huskies im »CKS«, reichlich Emotionen dürfte die Partie auch diesmal bieten. Was nicht nur an der vergangenen Saison liegt, als die Kurstädter die favorisierten Schlittenhunde in einer dramatischen Viertelfinal-Playoffserie in sieben Spielen bezwangen, sondern auch an den jüngsten Personalien. So kehrte Hugo Boisvert Ende April doch ziemlich überraschend als Geschäftsführer nach Nordhessen zurück, wodurch die »Roten Teufel« ungeplant und wenig erfreut auf Co-Trainer-Suche gehen mussten. Und auch um den Wechsel von Torjäger Tristan Keck, der mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, gab es auch aus diesem Grund ein vertragliches Hickhack.

Nach vier Siegen mit Zuversicht

Aus rein sportlicher Sicht sind die Huskies (sechs Siege in Folge) noch besser drauf als der EC (vier Siege am Stück), der Tabellendritte sah in der Wetterau zuletzt zudem ziemlich gut aus. Das Team des neuen Trainers Bo Subr - Meistercoach bei den Löwen Frankfurt der Vorsaison - konnte in der letzten Runde vier der fünf Duelle im Colonel-Knight-Stadion für sich entscheiden. Doch mit der Unterstützung der heimischen Fans soll das am Sonntag anders aussehen!

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