Gegen Meister waren Bahnen »zu empfindlich«

Gießen (red). Zum Rückrundenauftakt in der Kegel-Bundesliga der Damen gastierte der Deutsche Meister aus der letzten regulären Saison 2019/2020, die KF Oberthal, auf der Anlage »Am Ried« in Wieseck. Ergebnis: Eine klare Niederlage für die Vorstädterinnen.

KC 87 Wieseck - KF Oberthal 4605:4701; 35:43 (0:3): Das Team um Mannschaftsführerin Luisa Stark musste aus privaten Gründen auf Julia Weiser und Ramona Wilczek verzichten, was die Sache nicht einfacher machte. Da aber auch die Gäste mit Ersatz anreisten, war ein Sieg in der Gesamtholzzahl durchaus realistisch. Aber es sollte diesmal einfach nicht sein.

Im Anfangsblock agierten Ann-Kristin Alexander und Luisa Stark. Beide spielten zwar fehlerlos, aber die Neuner-Serien blieben ihnen verwehrt. Mit 766/5 (Alexander) und 792/8 mussten sie den Oberthalerinnenn, die 795/10 und 772/6 erzielten, den Vortritt lassen.

Im Mittelblock nahmen Beatriz Sorrentino Di Bernardi und Sabrina Brill Aufstellung. Die beiden sollten dafür Sorgen, dass der Rückstand in ein Plus umgewandelt wurde. Jedoch musste insbesondere Brill mit sehr vielen Achtern vorlieb nehmen und landete so bei »nur« 778/7. Sorrentino machte es besser und erzielte 811/11. Die Gäste kamen auf 722/2 und die Tagesbestleistung von876/12. Der Rückstand betrug 18 Holz. Noch war also alles drin auf eigener Bahn..

Nach den ersten 30 Kugeln im Schlussblock, in dem Christina Vogel und Jessica Dix spielten, war plus 1 für die Wieseckerinnen zu lesen. Dann wendete sich das Blatt aber wieder. Nachdem die Gäste mit +49 auf die letzte Bahn gingen, zogen sie in der Schlussräume immer weiter davon. Dix mit 721/1 und Vogel (737/3) mussten sich gegenüber 743/4 und 793/9 geschlagen geben.

»Die Bahnen waren heute recht empfindlich. Es gab sehr sehr viele Achter im Räumen, was uns einfach zur Verzweiflung brachte«, bilanzierte Wiesecks Cornelia Gebauer. »Das soll keine Entschuldigung sein, wenn aber zwei, drei Wurf früher die Neun gefallen wäre, hätte es sicherlich anders ausgehen können.« Nach einer Pause geht es am 11. Dezember zum letzten Spiel in diesem Jahr nach Herne.

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