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Geisterspiele mit dem Adler

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Gießen/Wetzlar (rd). Zwei Länderspiele hat die deutsche U16-Nationalmannschaft in der vergangenen Woche in Wetzar absolviert. Und wer bekommt es mit? Fast keiner. Am Samstag und am Dienstag vergangener Woche zeigten bei Deutschland gegen Italien die Nachwuchskicker, was in ihnen steckt. Nach dem 3:3 und 2:1 für die Azzurri etwas mehr in Italien, aber feiner Fußball war es beiderseits.

Eigentlich ein schönes Event, um als Deutscher Fußball Bund mal Werbung in eigener Sache zu machen und das Trikot mit dem Adler auch in der fußballerischen Diaspora zu päsentieren. Aber auf der Tribüne saß nur die schreibende Zunft.

Ein paar Journalisten und eine ganze Menge Scouts, die sich, mit Blöcken bewaffnet, ein Bild machten von den Talenten. Das gepflegte Wetzlarer Stadion und der federführende Sportamtsleiter Wendelin Müller hätten bei einer so hochkarätigen Veranstaltung gerne ein paar Zuschauer gehabt - und auch verdient. Doch die mangelnde Flexibilität des DFB in Sachen Corona-Management sorgte für eine Begegnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wo doch gerade nach den vielen pandemischen Belastungen ein paar hundert Tickets für Schulklassen das Image poliert und für Stimmung gesorgt hätten. So aber schmetterten vor allem die italienischen Nachwuchs-Asse ihre Hymne mit Begeisterung, aber ohne Widerhall und Applaus. Schade drum - und unverständlich, denn nahezu zeitgleich war das Ende der Maßnahmen längst beschlossen und die Hallen schon wieder pickepacke voll.

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