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Gekämpft, überzeugt, verloren

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Verbissene Zweikämpfe: Der Bad Nauiheimer Jordan Hickmott (links) setzt sich gegen den Ravensburger Charlie Sarault durch. Doch die 1:3-Heimniederlage der Roten Teufel kann auch er nicht verhindern. © chuc

Trotz überzeugender Vorstellung unterliegt der EC Bad Nauheim in den DEL2-Playoffs den Ravensburger Towerstars mit 1:3.

Bad Nauheim. Hut ab vor diesem EC Bad Nauheim. Mit dem wirklich allerletzten Aufgebot stemmten sich die Roten Teufel am Samstagabend vor 3317 Zuschauern auf eigenem Eis im zweiten Spiel Playoff-Halbfinal-Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga 2 den Ravensburg Towerstars entgegen, doch am Ende hat es nicht ganz gereicht.

EC Bad Nauheim - Ravensburg T. 1:3

Die Oberschwaben gewannen schließlich mit 3:1 (0:0, 0:0, 3:1), glichen damit in der Serie aus, ehe das Kräftemessen der beiden DEL2-Kontrahenten am heutigen Montag in Ravensburgs mit Spiel drei weiter geht. "»Wir haben gewusst, dass wir defensiv gut stehen müssen und das ist uns auch gelungen, wobei wir im ersten Drittel die besseren Chancen hatten. Über die drei Abschnitte hat Ravensburg das Spiel gemacht. Schade nur, dass nicht wir in Führung gegangen sind, das hätte noch einmal Energie freigesetzt«, meinte Bad Nauheims Headcoach Harry Lange nach der Begegnung.

Zu den gleich acht (!) Ausfällen - darunter die vier Stürmer Taylor Vause, Christoph Körner, Andrej Bires, Andreas Pauli sowie die Stammverteidiger Tomas Schmidt und Patrick Seifert - gesellte sich im Schlussdrittel auch noch Mick Köhler, der mit Kreislaufproblemen in der Kabine blieb.

Auch im neunten Spiel innerhalb von 18 Tagen mobilisierten die Bad Nauheimer von Beginn an ihre Kräfte, setzten gegen die optisch überlegenen Ravensburger im ersten Abschnitt vor allem auf Konter. Als Gäste-Spieler Vincent Hessler für zwei Minuten vom Eis musste, schien die EC-Führung perfekt, doch Jonas Langmann rettete in höchster Not gegen den Einschuss bereiten Stefan Reiter.

Auch im zweiten Abschnitt agierten beide Teams sehr diszipliniert, vor allem waren sie darauf bedacht, keinen Gegentreffer hinnehmen zu müssen. Felix Bick im Gehäuse der Gastgeber als auch Jonas Langmann waren immer wieder Endstation für die gegnerischen Stürmer, so dass es torlos in das letzte Drittel ging.

Das begann mit Druck der Oberschwaben, die in der 44. Minute durch Sam Herr in Führung gingen. Der gleiche Spieler hatte wenig später Glück, dass sein Schuss von Huba Sekesi ins eigene Tor abgelenkt wurde. Bad Nauheim fightete zurück, hatte gleich zwei Überzahlsituationen, die ungenutzt blieben, ehe beim dritten Mal Tristan Keck nach Zuspiel von Jordan Hickmott die entscheidende Lücke fand.

Das 1:2 weckte neue Hoffnung, die EC-Fans peitschten ihr Team nach vorn, doch nur 100 Sekunden später schlug Ravensburg eiskalt zurück, indem Josh MacDonald das 3:1 und damit die Entscheidung besorgte. Auch mit dem sechsten Feldspieler konnte der EC Bad Nauheim in den Schlussminuten die Niederlage nicht mehr abwenden. »Unser gutes Penalty-Killing war heute ausschlaggebend«, resümierte Ravensburgs Trainer Peter Russell nach der Begegnung.

Mit dem 1:1 ist die Serie jetzt wieder völlig offen, wenn es heute Abend um 20 Uhr in der CHGArena in Ravensburg zum dritten Aufeinandertreffen kommt. Dabei sind die Oberschwaben gewarnt, nachdem sie vier Tage zuvor im ersten Spiel eine eigene 4:1-Führung nicht über die Zeit bringen konnten.

Auf Bad Nauheimer Seite hofft man, dass sich die Liste der nicht einsatzfähigen Spieler wieder reduziert. »Einige Akteure werden zurückkommen«, sagt EC-Headcoach Harry Lange, der vor allem bei den erkrankten Spielern teilweise Entwarnung geben kann. Auch auf die Rückkehr von Allrounder Mick Köhler setzt man bei den Roten Teufeln, die vor allem mit ihren zuletzt gezeigten Tugenden wie unbändige Leidenschaft und großer kämpferischer Einsatz erneut für eine Überraschung sorgen wollen.

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