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Geschenk für Wohlrab bleibt aus

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Gießen. Die kürzeste Heimfahrt der Saison war für die Zweitliga-Handballer des TV Hüttenberg auch zugleich eine der frustrierendsten. Mit 23:30 (11:13) mussten sich die Blau-Weiß-Roten am Mittwochabend beim TuS Ferndorf geschlagen geben.

TuS Ferndorf - TV Hüttenberg 30:23

Und das ausgerechnet am 36. Geburtstags ihres Trainers Johannes Wohlrab, der eine der schwächsten Saisonleistungen seines Teams sah. Während die erste Hälfte aus Hüttenberger Sicht noch recht ordentlich war, geriet die zweite Hälfte phasenweise zu einer Vorführung durch die abstiegsbedrohten Hausherren.

Zu Beginn legten beide Teams noch ein wahnsinniges Tempo hin. Bereits nach nicht einmal sieben Minuten hatte Ferndorfs Andreas Bornemann zum 5:4 getroffen, ehe Torjäger Josip Eres mit seinem 6:4 die erste Zwei-Tore-Führung der Partie folgen ließ. Hüttenberg antwortete mit dem 5:6 durch Hendrik Schreiber, hatte danach jedoch Probleme, den Angriffswirbel der Hausherren unter Kontrolle zu bringen. So zogen die Gastgeber durch Treffer von Jörn Persson (2) und Rutger ten Velde auf 9:5 davon (13.), was Wohlrab die grüne Karte auf den Tisch legen ließ.

Der TVH-Coach bemängelte die Chancenverwertung seiner Schützlinge, die zu viele Möglichkeiten ungenutzt liegen ließen, und forderte sie auf, vor dem gegnerischen Gehäuse cooler und nervenstärker aufzutreten. Und seine Mannen ließen vorübergehend Taten folgen. Christian Rompf traf nach einem Ballgewinn per »Empty-Net-Goal« zum 9:8 (17.), zum Kippen brachte der TVH die Begegnung jedoch nicht. Stattdessen stellte Ferndorfs Andreas Bornemann mit seinem Treffer zum 12:8 den alten Abstand wieder her, ehe Schreiber den 11:13-Pausenstand besorgte.

Hatten die Hüttenberger die Partie in der ersten Halbzeit noch ausgeglichen gestalten können, lief nach dem Seitenwechsel beinahe nichts mehr zusammen. Es war vor allem das Angriffsspiel: Hüttenberg kam fast überhaupt nicht ins Tempospiel und schaffte es nur selten, sich aussichtsreiche Abschlusspositionen herauszuspielen, was das Fehlen des angeschlagenen Kapitäns Dominik Mappes umso schmerzhafter ins Bewusstsein rückte. Zudem erwischte Ferndorfs Keeper Lucas Puhl einen Sahnetag und hatte phasenweise eine Traumquote von beinahe 50 Prozent gehaltener Bälle vorzuweisen.

Nur fünf Treffer in 22 Minuten

So dauerte es 22 Minuten, bis die Gäste durch Stefan Kneer ihren fünften Treffer im zweiten Durchgang erzielten. Zu diesem Zeitpunkt war das Kind jedoch bereits in den Brunnen gefallen, leuchtete doch bereits ein 16:26-Rückstand von der Anzeigetafel. Immerhin betrieb der Traditionsclub in den Schlussminuten noch etwas Ergebniskosmetik und schaffte es, die Niederlage mit sieben Treffern Differenz zu begrenzen.

Den Wohlrab-Schützlingen bleiben abermals nur zwei Tage, um ihre Wunden zu lecken. Am Samstagabend steht mit dem Duell beim TV Großwallstadt bereits die nächste Partie an.

TuS Ferndorf: Puhl, Rottschäfer (n.e.), Hottgenroth (n.e.) - Eres (2), Kasai, Schneider, Persson (3), Michel (1), Voss-Fels (1), Schneider, Bornemann (10), Koloper (1), ten Velde (6/2), Diebel, Neuhold (6).

TV Hüttenberg: Plaue (bis 48.), Böhne (ab 48.) - Schwarz, Kneer (2), Kirschner (1), Opitz (2), Theiß (4), Fujita (3), Weber (3/1), Rompf (3/1), Zörb (1), Ribeiro (1), Hahn, Klein, Jockel, Schreiber (3).

Schiedsrichter: Gimmler/Rips (Irxleben/Magdeburg). - Zuschauer: 856. - Zeitstrafen: Ferndorf vier (Persson, Schneider, Koloper zwei), Hüttenberg eine (Kneer). - Verworfene Siebenmeter: ten Velde (Ferndorf) scheitert an Plaue (23.).

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