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Glücklich aber erschöpft in die Pause

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Erfolgreicher Test in Bergamo: Rafael Borré (l.) beglückwünscht Torschütze Lucas Alario für dessen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1. Foto: imago © imago

Frankfurt. Der vergangene Freitag war zum sportlichen Jahresabschluss nochmal ein Eintracht-Tag. Der Fußball-Bundesligist aus Frankfurt hat sich mit einem 2:2 bei Atalanta Bergamo und dem Gewinn eines »Pokalchens« im anschließenden Elfmeterschießen in den Weihnachtsurlaub verabschiedet. »Ich bin rundum zufrieden mit dem Jahr 2022, mit der laufenden Saison und mit der Entwicklung der Mannschaft«, sagte Trainer Oliver Glasner, »wir gehen mit einem sehr guten Gefühl in die Pause, sind alle aber auch bisschen erschöpft.

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Das Spiel in Bergamo gegen den Sechsten der italienischen Liga hat Glasner die Gewissheit verschafft, dass auch auf den zweiten Anzug Verlass ist, dass sich auch Reserve-, Ergänzungs- oder Nachwuchsspieler positiv entwickelt haben. Immerhin hatten ja mit den sieben WM-Teilnehmern und den angeschlagenen oder erkrankten Sebastian Rode, Ansgar Knauff und Faride Alidou zehn Profis aus dem engeren Kreis gefehlt. Andere haben ihre Chancen in einem ausgesprochen flotten Freundschaftsspiel genutzt.

Da war Torhüter Diant Ramaj, der mit einigen glänzenden Paraden weitere Gegentreffer verhinderte. Da war, wenig überraschend, Makoto Hasebe, der nach längerer Verletzungspause auf Anhieb wieder eine führende Rolle spielte. Da war Lucas Alario, der endlich das umsetzte, wofür die Eintracht ihn im vergangenen Sommer geholt hatte - der Argentinier erzielte die beiden Treffer zum 1:1 und 2:1. Da war Mehdi Loune, der nach seiner Einwechslung nach der Halbzeit Alarios zweiten Treffer mit einem feinen Steckpass vorbereitete und bewies, dass er sich auch auf höherer Ebene durchsetzen kann. Glasners Überzeugung, »dass den Jungen eine Halbzeit bei uns mehr bringt als ein Spiel in der Hessenliga«, wurde vom 18-jährigen Mittelfeldspieler eindrucksvoll bestätigt.

Und da war am Ende ein Elfmeterschießen, in dem sich die Eintracht noch die »Trofeo Bortolli« sicherte. Alle Elfmeter hatten die Adler verwandelt: Luca Pellegrini, Evan Ndicka, Junior Ebimbe, Lucas Alario und Rafael Borré. Dazu wehrte Ramaj einen Strafstoß ab. »Ein sehr guter Test gegen eine sehr gute Mannschaft. Sie haben uns alles abverlangt und wir haben nochmal alles rausgeholt. Es war ein tolles Fest und wir nehmen einen Henkelpott mit nach Hause«, so Glasner.

Der Eintracht-Übungsleiter hat nun nur noch einen sportlichen Wunsch. »Ich hoffe, dass einer unserer Spieler als Weltmeister zurückkommt«, sagt er. Der Franzose Randal Kolo Muani und der Kroate Kristijan Jakic sind noch im Rennen. Und natürlich drücken sie bei der Eintracht alle die Daumen, dass sich die Spieler am 3. Januar auch gesund zurückmelden.

Mit Blick auf den Beinbruch von Bayern-Keeper Manuel Neuer beim Skifahren hofft Sportvorstand Markus Krösche, »dass unsere Jungs lieber an den Strand gehen.« Laut der Verträge sollen Spieler der Eintracht »gefährliche Sportarten« meiden, sagt Krösche, aber explizite Klauseln zum Skifahren gebe es nicht. Der Sportchef geht darüber hinaus davon aus, dass die nächsten Wochen auf dem Transfermarkt eher ruhig bleiben werden. Die Eintracht möchte ihrerseits sowieso keine Veränderungen am Kader vornehmen. »Ganz grundsätzlich wird der Markt erst nach der WM in Bewegung kommen«, glaubt Krösche. Er stelle sich auf ein ruhiges Weihnachtsfest ein.

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