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Glühende Bahnen

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Gießen (lab). Draußen weht ein kalter Wind und drinnen glüht die Bahn: Die Hallensaison der Leichtathleten hat Fahrt aufgenommen. An zwei Tagen zog das nationale Vorweihnachtskriterium in Stadtallendorf über 500 Athletinnen und Athleten in die Herrenwaldhalle. Auch die Gießener Vereine hatten die Reise auf sich genommen.

Es war viel los. Besonders am zweiten Tag, als die Altersklassen U14 und U12 mit teilweise 30 Teilnehmern beim Weitsprung am Start waren. Für viele stellt das Sportfest in Stadtallendorf den ersten Wettkampf im Winter dar. Entsprechend wenig spezifisches Training hatten einige in den Knochen. Darunter auch Smilla Stöppler (W15) vom LAZ Gießen. Nach Fußproblemen gegen Ende der Sommersaison und kaum Techniktraining im bisherigen Winter sollte der Wettkampf zum ersten Test werden. Umso überraschender war auch für Trainerin Andrea Ewald, dass es so gut lief. Im Hochsprung, wo Stöppler Hessenmeisterin ihrer Altersklasse ist, übersprang sie 1,63 m - neue Bestleistung. Mit ihren vorherigen Sätzen über 1,57 m und 1,60 m verbesserte sie ihre alte Bestmarke drei Mal.

Kopf ausschalten, einfach machen. Galt auch für Björn Langer (U20) von der LG Wettenberg. In Stadtallendorf übersprang er mit 4,00 m nun im Stabhochsprung eine solide Marke mit einem Stab, der eigentlich für niedrigere Höhen gedacht ist. Im nächsten Jahr wird Langer in die Aktivenklasse aufsteigen. Deshalb nutzte er in Stadtallendorf schon Mal die Chance, mit der schweren Kugel (7,26 kg) zu stoßen. 10,94 m kamen bei raus - ein völlig zufriedenstellender Einstieg.

Teamkollege Tim Schneider (M) testete ebenfalls die Technik. Er federte sich im Stabhochsprung über satte 4,30 m - Einstellung seines Bestwerts. Mit der Kugel kam er auf 13,27 m, was im Siebener-Feld für Platz zwei genügte. Und ihm die Schokolade, die es mit der Urkunde in Stadtallendorf dazu gibt, bescherte.

Marli Kaden (W14/LG Wettenberg) dürfte davon einen ganzen Satz mitgenommen haben. Denn für sie lief der Tag sehr solide. Platz zwei mit der Kugel (9,55 m), sowie Platz drei und Bestleistung im Weitsprung (4,77 m). Und auch auf den 60 m lief die Wettenbergerin bis ins Finale. Da der Endlauf zwischen den Versuchen des Weitsprungs stattfand, fehlte dort etwas die Kraft. In 8,64 s wurde sie Dritte.

Auf den 800 m der W14 stellten die Wettenberger gleich drei Athletinnen: Christina Berghoff lief in 2:47,59 min auf Rang vier. Merle Haas (2:51,50 min) und Katharina Rink (2:53,12 min) folgten auf den Rängen sechs und acht. Die jüngeren Altersklassen U14 und U12 zogen am Sonntag am Start. Was waren die Highlights aus Gießener Sicht? Frida Klein (W11/LAZ Gießen/MTV) zeigte, dass sie besonders im Sprung viel Talent besitzt. Gleich der erste Satz landete bei 4,45 m. Damit setzte sie sich gegen 31 Konkurrentinnen durch. Und auch auf den 50 m sprintete sie souverän durch die Vor- und Zwischenläufe. Im Finale gab’s den zweiten Sieg in 7,75 s.

Knapp war’s bei den 60 m der M13. Mika Findeisen (LAZ Gießen/MTV) warf sich in 8,25 s nur eine Hunderstel vor Sebastian Detsch (TSF Heuchelheim) ins Ziel. Im Weisprung hatte allerdings Detsch die Nase vorn: In 5,34 m landete dieser eine Bestleistung in die springerfreundliche Grube in Stadtallendorf. Findeisen wurde mit 4,92 m Zweiter.

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