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Große Comeback-Qualitäten

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Gießen (ral). Den Entscheidungssatz greifbar nahe musste sich die Oberliga-Volleyballer des USC Gießen letztlich doch mit 1:3 im Derby bei der Drittligareserve des TV Waldgirmes geschlagen geben.

TV Waldgirmes II - USC Gießen 3:1 (25:17, 25:12, 15:25, 30:28): Abschenken wollte der USC das Spiel in einer gut gefüllten Halle bei guter Stimmung nicht, sah sich aber in der Außenseiterrolle und probierte es zunächst mit Erkin Calisir diesmal auf der Zuspielposition. Der erste Satz begann ausgeglichen, bis zum 13:13 wollte keinem Team eine Serie gelingen. Dann patzte der USC im Sideout und sah sich mit 13:18 im Hintertreffen, in der Folgezeit setzten sich die Gastgeber weiter ab und gingen folgerichtig mit 1:0 nach Sätzen in Führung. In Durchgang zwei, Johannes Lottner war nun für das Zuspiel zuständig, dauerte es bis zum 8:8, ehe der TV durch Annahmeschwächen des USC sich eine Führung erspielte, beim 19:11 bereits vorentscheidend enteilt war und mit einer Sechs-Punkteserie diesen Satz beendete.

Die beiden Sätze schienen die Vorahnung zu bestätigen, doch Coach Adrian Wroblewski fand in der Satzpause deutliche und wohl auch die richtigen Worte. In Durchgang drei dann wie in den vorangegangenen Partien Lottner im Zuspiel und Calisier auf der Mittelposition.

Mit dem Rücken zur Wand begann der USC wie ausgewechselt und ging schnell mit 6:1 und 9:3 in Führung, am Ende sorgte eine Aufschlagserie von Wiard Aden für den 1:2-Satzanschluss. Auch in Durchgang vier lag der USC zunächst vorne (5:2), beim 11:10 hatten die Gastgeber den Anschluss geschafft.

Beim 20:18 zugunsten des USC lief es noch auf den Satzausgleich hinaus, doch Waldgirmes kam zurück und hatte beim 24:23 den ersten Matchball. In der Folgezeit wehrten die Gießener drei davon ab, auf beiden Seiten wuchs die Nervosität. Dann hatten die Gießener beim 27:26 ihrerseits Satzball, doch der Ball wollte beim Gegner nicht auf den Boden. Letztlich waren die Gastgeber bei ihrem fünften Versuch, das Match zu beenden, durch ihren Kapitän, den der USC-Block nie in den Griff bekam, erfolgreich. »Mit der Niederlage mussten wir rechnen. Letztlich sind wir doch zufrieden, dass wir noch einmal so zurückgekommen sind und es fast in den Tiebreak geschafft haben. Unser Diagonalspieler Philipp Kunze hatte eine tolle Erfolgsquote«, hob Kapitän Johannes Lottner das Positive hervor. Der USC verbleibt damit in der unteren Tabellenhälfte und muss am kommenden Samstag (TH Rödgen, 20 Uhr) sein Heimspiel gegen Schlusslicht Darmstadt unbedingt gewinnen, um nicht ganz hinten reinzurutschen.

USC Gießen: Lottner, Golombek, Müller, Calisir, Budzinsky, Hünnekes, Schulz, Aden, Kunze

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