Große Freude über Coup

Gießen (red). Auftakt in der Kegel-Bundesliga der Damen: Zum ersten Spiel im neuen Jahr erwarteten die Wiesecker Damen den Mitfavoriten um die Meisterschaft Preußen Lünen. Das Team um Petra Renner spielte in den vergangenen Jahren stets um den Gesamtsieg mit. Eine durchaus spannende Begegnung war also zu erwarten, auch wenn dem Gastgeber zwei Akteurinnen nicht zur Verfügung standen.

KC 87 Wieseck - Preußen Lünen 4827:4632; 48:30; 3:0: Im Anfangsblock der Wieseckerinnen agierten abermals Luisa Stark und Julia Weiser. Sie hatten es auch gleich mit dem »Paradeblock« der Gäste zu tun. Zur Halbzeit mussten die KClerinnen einem Rückstand von 56 Holz hinterherlaufen. Nachdem sich Weiser eine kurze Behandlungspause »gönnte« (gut, wenn sich unter den wenigen Fans eine Physiotherapeutin befindet), kippte das Spiel zugunsten der Heimmannschaft. Auch wenn Wiesecks Anstarterinnen Altmeisterin Renner, die mit 834 die Tagesbestzahl spielte, nicht halten konnten, brachten sie mit 808/8 und 807/7 (Stark) ihrerseits gute Zahlen von den Bahnen. Da Lünens Schmitz, Deutsche Meisterin von 2019, nicht so erfolgreich wie gewohnt agierte, konnte ein kleines Plus von acht Holz notiert werden.

Die Schwestern Ann-Kristin Alexander und Sabrina Brill boten im Mittelblock ein hervorragendes Spiel. Während Brill (815/10) auf den ersten 60 Kugeln mit 429 Holz aufwartete, dann aber nicht mehr ganz anknüpfen konnte, zeigte Alexander über die gesamte Distanz ein ausgeglichenes Spiel und belohnte sich mit starken 829/11. Sie scheiterte nur denkbar knapp an der Vorgabe aus dem ersten Block. Jedoch hatten die beiden mit ihren Gegnern (777/5 und 752/2) keinerlei Probleme und konnten so einen beruhigenden Vorsprung von 123 Holz herausspielen. Bis dato hatte Lünen vier Wertungen auf der Habenseite. Ein nicht geglaubter 3:0-Sieg war greifbar nahe. Im Schlussblock nahm neben Ramona Wilczek Cornelia Gebauer Aufstellung, da Sorrentino Di Bernardi und Christiane Vogel fehlten. Wilczek nahm Renners Zahl in Angriff. Auf der dritten Räumgasse blieben ihr jedoch die Neuner verwehrt und so reihte sie sich mit 813/9 in die ausgeglichene Wiesecker Leistung ein. Für Gebauer (755/3) galt es, zwei Gästezahlen zu überspielen, damit alle drei Punkte an der Lahn bleiben. Mit den beiden notwendigen Neunern in den letzten fünf Würfen überbot sie, wenn auch nur knapp, die geforderten 752 Zähler. Lünen erzielte 708/1 und gute 788/6, die aber aufgrund der fünf guten Heimzahlen nicht weiter ins Gewicht fielen. Die Freude über die drei Punkte war natürlich groß.

Remscheid wartet

Am kommenden Wochenende ist spielfrei, bevor am 22. Januar die zweitplatzierten Remscheider »Am Ried« zu Gast sind. Wenn an die durchweg geschlossene Leistung angeknüpft werden kann, sollte ein weiterer Sieg im Bereich des Möglichen liegen.

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