1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Große Not bei KOA

Erstellt:

gispor_1709_koa1_170922_4c
In der vergangenen Saison musste KOA-Trainer Dennis Frank sogar schon mal in den Kasten. Das ist momentan nicht das Problem, aber personell pfeift der Tabellenletzte der Gruppenliga erneut auf dem letzten Loch. Foto: Bär © Bär

Gruppenliga: Vor Schlüsselspielen personelle Probleme bei Elf von Dennis Frank

Gießen (mol). Der neunte Spieltag steht bereits auf dem Spielplan der Fußball-Gruppenliga Gießen/Marburg. Und wenn am Sonntagabend die neun angesetzten Partien der Klasse absolviert sind, ist bereits über die Hälfte der Vorrunde der Saison 2022/23 Geschichte.

Bereits am Freitagabend trat die TSG Wieseck beim VfB Wetter an und hat versucht, die Tabellenführung der Gruppenliga zu übernehmen (siehe Bericht, Seite 11). Die vier weiteren heimischen Vertreter laufen allesamt am Sonntag auf. Nach zuletzt zwei Niederlagen wollen die TSF Heuchelheim im Heimspiel (15.15 Uhr) gegen die SG Eschenburg wieder in die Erfolgsspur zurückkehren, während der MTV 1846 Gießen den zuletzt zwei Siegen zuhause gegen den FSV Braunfels (15.45 Uhr) den dritten folgen lassen will. Zu einer tabellarisch wichtigen Partie zweier Vertreter aus dem Gießener Sportkreis kommt es um 15 Uhr auf dem Rasenplatz in Watzenborn-Steinberg.

FC Gießen II - SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen (Sonntag, 15 Uhr in Watzenborn-Steinberg): Und von großer Bedeutung ist die Begegnung vor allen Dingen für den Gast aus dem Lumdatal. Denn der Saisonstart ist der SG Kesselbach/Odenhausen völlig missraten, mit nur einem Punkt aus den bisherigen sieben Spielen liegt das Team von Trainer Dennis Frank am Tabellenende. Den einzigen Punktgewinn gab es beim 1:1 bei der SG Waldsolms, aber auch dieses einzige »Positiverlebnis« kann schon als Symbol für die bisherige Saison dienen. »In diesem Spiel haben wir eine richtig starke erste Halbzeit gespielt und hätten wesentlich höher als 1:0 führen müssen. Aber dann bekommen wir sieben Minuten vor Schluss den Ausgleich und gehen gefühlt als Verlierer vom Platz«, beschreibt der KOA-Coach, der noch anfügt: »Von dem Spiel beim TSV Bicken (0:4) abgesehen, in dem wir wirklich schwach waren und absolut verdient verloren haben, waren wir eigentlich in keiner Partie schlechter.«

Selbst gegen Tabellenführer Burgsolms (1:3) hieß es kurz vor Schluss noch 1:1, auch am vergangenen Wochenende gegen Wieseck (0:2) habe man ein gutes Spiel gemacht. »Leider schlagen wir uns oftmals selbst und machen einfach viel zu wenige Tore aus unseren Chancen. Oftmals sterben wir vor dem Tor auch in Schönheit, wir müssen da wesentlich zielstrebiger werden« In der Tat sind die drei Treffer der Kesselbacher Dreier-SG absoluter Liga-Tiefstwert.

Aber auch eigene Aussetzer kosteten in den letzten Wochen Punkte. So flog Torhüter Jan Dühring beim Stand von 0:0 gegen Leusel wegen einer Beleidigung vom Platz, das Spiel ging mit 0:2 verloren. Und in der letzten Begegnung gegen Wieseck sorgte ein absolut vermeidbares Eigentor von Bastian Krug für den frühen 0:1-Rückstand, was die Weichen für die Niederlage stellte.

Vor allen Dingen ist es aber die miserable Personallage, die für die aktuelle Tabellensituation KOAs verantwortlich ist. Nach personell dünnen ersten Wochen schien zuletzt Licht am Ende des Tunnels zu sein, doch jüngst kamen weitere Ausfälle hinzu. So wird Mario Kastl geraume Zeit fehlen, auch Erik Wiegel muss länger pausieren. Ebenso fehlt Sebastian Pfeiffer und mit Routinier Elvis Zuhric (Bandscheibe) fällt darüberhinaus eine zentrale Figur und ganz wichtige Stütze des Teams aus.

Was vor allen Dingen deshalb ungünstig ist, weil nun mit der Partie beim FC Gießen II und in der Woche darauf bei der ebenfalls noch sieglosen SG Oberes Edertal zwei Schlüsselspiele anstehen, in denen die Lumdataler mit Erfolgen Boden gutmachen und im Abstiegskampf wieder einen Fuß in die Tür bekommen könnten. »Was das Wochenende angeht, habe ich aktuell noch nicht einmal elf Spieler beisammen. Geordnetes Training ist derzeit natürlich auch nicht möglich«, skizziert Dennis Frank, der schon selbst häufiger auflaufen musste als ihm lieb war, die Lage, fügt aber an: »Ausreden helfen uns aber auch nicht weiter. Ich glaube trotzdem daran, dass wir in den nächsten Spielen etwas holen können. Deswegen fahren wir auch nach Watzenborn, um zu gewinnen. Wir brauchen auch für den Kopf endlich einen Dreier.«

Auch interessant