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Großer Frust bei Harry Lange

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Bad Nauheim (wbe). Mit einer weiteren bitteren, zudem völlig überraschenden Niederlage hat sich der EC Bad Nauheim am Sonntag aus dem ersten Teil der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga 2 verabschiedet. Dem 2:5 vom Freitag bei den Heilbronner Falken ließen die Bad Nauheimer am Sonntag ebenfalls ein 2:5 auf eigenem Eis gegen die Eispiraten aus Crimmitschau folgen.

Für die Roten Teufel, die damit nach der ersten Hälfte der Hauptrunde auf Rang fünf stehen, war es bereits die vierte Heimniederlage in den letzten fünf Begegnungen.

Bad Nauheims Headcoach Harry Lange sparte nach dem zweiten 2:5 nicht mit Kritik »Wir hatten vier Spieler mehr als Crimmitschau im Lineup aber vielleicht waren es einige zu viel. Unabhängig vom Matchplan gibt es ungeschriebene Gesetze und dazu gehört, dass man sich im Schlussdrittel beim 1:1 nicht gleich zwei Breakaways einhandelt. Vielleicht ging bei uns zuletzt vieles zu leicht, aber in jedem Fall müssen einige Spieler aufwachen«, meinte ein frustrierter Harry Lange.

Dabei waren die Voraussetzungen vor dem Spiel gegen die Eispiraten ideal. Die Gäste hatten keine drei Blöcke zusammen, waren zuletzt in zehn von elf Begegnungen als Verlierer vom Eis gegangen und hatten dabei vor allem kaum Offensiv-Power (gerade einmal 18 Tore in elf Partien).

Der EC dominierte das erste Drittel, konnte seine Möglichkeiten gegen einen aufmerksamen Gäste-Keeper Ilya Sharipov allerdings nicht verwerten. Auf der anderen Seite zeigten die Crimmitschauer, bei denen sieben Akteure fehlten, Kämpferqualitäten. So musste Felix Bick mehrfach eingreifen, so bei einem Break von Mathieu Lemay, als dessen Mannschaftskamerad Patrick Pohl auf der Strafbank saß.

Im Mitteldrittel trauten sich die Eispiraten dann noch mehr zu und jetzt konnten die Roten Teufel froh sein, nicht in einen Rückstand zu geraten. Als Patrick Pohl zum zweiten Mal in die Kühlbox musste, hofften die 2223 EC-Fans auf die Führung, die dann allerdings erst kurz danach bei gleicher Spielerzahl durch Tim Coffman fiel. Den verdienten Ausgleich für die Gäste besorgte Jasper Lindsten (38.).

Im Schlussdrittel geriet Bad Nauheim innerhalb von gut zwei Minuten auf die Verliererstraße. Erst entwischte Pohl den EC-Verteidigern, dann fälschte Lucas Böttcher einen Doherty-Schuss zum 3:1 ab. Der Anschlusstreffer durch Taylor Vause weckte zwar Hoffnung, aber die zerstörten Pohl und Lindsten, die mit ihren jeweils zweiten Treffern den 5:2-Endstand für die Eispiraten besiegelten.

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