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Großer Frust nach Strafstoß-Pech

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In die Zange genommen: Zwei Frankfurter stoppen den Wiesecker Mussie Beraky (Bildmitte). Foto Bär © Steffen Bär

Gießen (mwi). Trotz eines mutigen Beginns und einer frühen Führung musste die TSG Wieseck in der Abstiegsrunde der Regionalliga Süd bei der SG Rot-Weiss Frankfurt eine bittere 2:3-Niederlage hinnehmen.

Nachdem Simon Kalberlah seine Farben nach wenigen Zeigerumdrehungen in Führung brachte, leisteten sich die Unistädter anschließend zu viele Fehler und gingen mit einem Rückstand in die Pause. In der Schlussphase vergab Tyler Patterson zudem einen Strafstoß.

Somit verpasste die TSG einen späten Punktgewinn. Nach dem Sieg des SV Sandhausen beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer nunmehr fünf Punkte, die es für die TSG in den verbleibenden drei Partien zu aufzuholen gilt.

SG Rot-Weiss Frankfurt - TSG Wieseck 3:2 (3:1): Von einer »bedrückten Stimmung« sprach das Trainergespann der TSG Wieseck, Nabil Ghoulla und Tommy Stawitzki, nach der Partie in Frankfurt. Kein Wunder angesichts der bereits zweiten knappen und unglücklichen Niederlage in Folge.

Dabei begannen die Gießener Vorstädter beim Tabellenersten der Abstiegsrunde durchaus vielversprechend und übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle. Folgerichtig bot sich auch die erste Möglichkeit der TSG, nachdem Achmad Nazari mit seiner Flanke Arton Miftari fand. Dessen Kopfball wurde von einem Verteidiger abgewehrt und landete bei Simon Kalberlah, der sich aus 16 Metern ein Herz nahm und seine Farben in Führung brachte. Obwohl die TSG auch nach dem Führungstreffer in weiten Teilen tonangebend agierte, waren die Frankfurter fortan das effektivere Team. Durch zwei nahezu identische Konter, bei denen die Rot-Weissen ihr Können im Umschaltspiel nach Wiesecker Ballverlusten eindrucksvoll unter Beweis stellten, drehten die Hausherren innerhalb kürzester Zeit die Partie (10., 21.).

Schlussoffensive

Noch vor dem Kabinengang legte die SG nach: Finn Henkel lenkte den Ball im Anschluss an einen Freistoß noch an die Latte, ehe ein Frankfurter Angreifer goldrichtig stand und den Ball zum 3:1-Pausenstand über die Linie drückte. Zwar forcierten die Gäste im zweiten Abschnitt ihre Offensivbemühungen und versuchten, das Aufbauspiel der Frankfurter früh zu stören, echte Chancen blieben dabei allerdings auf beiden Seiten Mangelware. Somit dauerte es bis zur 58. Spielminute, ehe Miftari einen Flankenball anspruchsvoll verarbeitete und »aus dem Nichts« zum Anschluss traf, wie Ghoulla und Stawitzki resümierten.

Damit war der Glaube an einen Punktgewinn zurück und die TSG startete eine Schlussoffensive. Nach einer weiteren Hereingabe setzte sich Ali Altay im Strafraum durch und wurde dabei unsauber aufgehalten, sodass Tyler Patterson in der 67. Minute zum Strafstoß antrat und an der Latte scheiterte.

Anschließend verwalteten die Frankfurter die Führung in den Schlussminuten souverän und fuhren somit einen knappen und glücklichen Sieg ein.

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