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Großer Kampf ohne Lohn

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Melsungen (mol). Die HSG Wettenberg hat sich in einem Nachholspiel der Frauenhandball-Oberliga teuer verkauft und der hoch favorisierten SG Kirchhof II bis in die Schlussminuten hinein Paroli geboten.

SG Kirchhof II - HSG Wettenberg 31:28

In der letzten Partie der Hauptrunde musste das Team von Kai Nober in Nordhessen dennoch eine 28:31 (12:16)-Niederlage hinnehmen und hat dadurch nur noch geringe Chancen auf eine Top-Drei-Platzierung in der Nordstaffel.

»Ich kann meiner Mannschaft nur ein riesiges Kompliment aussprechen, allein dafür, welche Mühen sie in den letzten Wochen beispielsweise mit Trainingszeiten um 21.30 Uhr auf sich genommen hat. Wir haben Kirchhof heute einen großen Fight geliefert und zu keiner Zeit der Partie aufgegeben. Wir hatten heute durchaus die Chance auf mehr, am Ende haben dann Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben«, berichtete ein dennoch zufriedener HSG-Coach Nober im Anschluss an die Begegnung in Nordhessen. In der Stadtsporthalle in Melsungen hatte Kirchhof zwar den besseren Start (4:2, 5.), beim 5:5 (10.) lag Wettenberg aber wieder gleichauf.

Auch beim 7:7 (16.) durch Toni Schuldt hielten die Damen aus dem Gleiberger Land noch ein Remis, ehe Kirchhof eine kurze HSG-Schwächephase ausnutzte und dank eines 4:0-Laufs bis zur 23. Minute auf 11:7 davonzog. Und auch zur Pause hielten die Nordhessen einen eben solche Vier-Tore-Führung in Händen (16:12).

Bis zum 19:15 (36.) blieb der Vorsprung der Gastgeberinnen stabil, ehe sich die Nober-Sieben Tor um Tor herankämpfte. Nach gut 43 Minuten musste Kirchhofs Trainer Denk dann mit einer grünen Karte auf seine Damen einwirken, denn die HSG war bis auf einen Treffer herangekommen (21:22). Auch einen neuerlichen Vorstoß der SGK zum 25:22 (49.) konterten die starken Wettenbergerinnen und waren auch beim 24:25 (51.) wieder ganz dicht dran.

Doch der so wichtige Ausgleich wollte einfach nicht gelingen, weil auch das nötige Quäntchen Glück fehlte. So nutzte Kirchhof fünf torlose Minuten der Gäste, um entscheidend auf 28:24 (56.) davonzuziehen.

Kirchhof II: Ritter Gram, Rehbein - Kliebisch, Grunwald, Harder (2), Evjen (3), Herwig (4), Seifert, Koltschenko (6), Jacob, Bär, Jaen Loro (13/6), Sauerwald (3).

Wettenberg: Habermehl, Rinn - Münch (1), Schuldt (6/4), Rolshausen (3), Tafferner (1), Schwab (4), Tröller (5), Till (2), Schneider (5), Schön (1).

Schiedsrichter: Lippert/Lippert (Frankfurt). - Zeitstrafen: sechs (Evjen drei, Harder, Herwig, Jacob) - drei (Büsselberg, Tafferner, Schneider). - Rote Karte: Evjen (54., dritte Zeitstrafe). - Siebenmeter: 7/6 - 4/4.

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