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Großer Pokalfight

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Wer bannt den Ball mit den Augen? Der Kinzenbacher Stephan Alber (links) im Blickduell mit dem Waldgirmeser Enes Bugra Cinemre. Foto: Friedrich © Friedrich

Kinzenbach. Wer gehofft hatte, dass der Verbandsligist dem Favoriten aus der höherklassigen Fußball-Hessenliga auf dem Weg in die zweite Runde im Hessenpokal ein Bein stellen könnte, der musste enttäuscht den Heimweg antreten, denn der SC Waldgirmes setzte sich bei der SG Kinzenbach mit 3:0 (0:0) durch. Enttäuscht vom Ergebnis und wegen des Ausscheidens, aber nicht wegen der Vorstellung des Teams von Trainer Peter Bätzel.

SG Kinzenbach - SC Waldgirmes 0:3

Beim Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein, bei dem er als Spieler und Trainer zwölf Jahre tätig war, sah es lange nicht nach einem so klaren Pokalerfolg aus und der SC, der auf die halbe Stammformation verletzungs- und krankheitsbedingt verzichten musste, machte erst in der Schlussphase alles klar. »In der ersten Hälfte hat Kinzenbach gut verteidigt und wir hatten kaum Chancen. Aber nach der Pause waren wir mutiger und das Golafra-Tor war der Knackpunkt«, war SC-Coach Mario Schappert nachher erleichtert, während Kinzenbachs Trainer Bätzel seine Mannschaft lobte: »Ein großes Kompliment an mein Team. Über weite Strecken war kein Klassenunterschied zu sehen, wir hatten überraschend viele Chancen und haben guten Fußball gespielt, aber in entscheidenden Momenten hat uns das Glück gefehlt.«

Im ersten Durchgang lieferten sich die Lokalrivalen ein Duell auf Augenhöhe ohne die ganz großen Aufreger. Beide Defensivabteilungen waren auf frühes Attackieren eingestellt, und aus Ballverlusten im Mittelfeld konnte keiner Kapital schlagen. Die Lahnauer ergriffen immer mehr die Initiative und kamen zu Möglichkeiten in Führung zu gehen, aber SG-Keeper Henrik Flechtner war gegen Fabian Bräuer (10.) auf dem Posten, und Felix Erben (15.) wurde aussichtsreich vor dem SG-Tor gerade noch von Marius Jörg gestoppt.

Anschließend kamen auch die Gastgeber, die meist über die rechte Seite gefährlich wurden, in den SC-Strafraum, aber Jörg und Marcus Purdak (18.) verpassten einen hohen langen Ball. In der 25. Minute schloss Hakan Güngör einen schnellen Vorstoß über rechts mit einem zu schwachen Schuss ab.

Auf der anderen Seite hatte Erben zweimal die Chance zur Führung, aber erst wehrte Flechtner den Kopfball des SC-Angreifers ab (31.), und dann parierte der SG-Keeper gegen Erben im Herauslaufen. Vor dem Halbzeitpfiff verpasste erst Kinzenbachs Torjäger Henrik Keller (42.) das 1:0, als er in SC-Keeper Maik Buss seinen Meister fand, und auch Stephan Albers Ball fischte Buss (43.) gekonnt aus dem Winkel.

Nach dem Wechsel setzte zunächst Keller (50.) in Bedrängnis das Leder knapp neben den SC-Kasten, und dann besorgte Kian Golafra (56.) per Kopf die Gäste-Führung, als er einen Freistoß von Robin Fürbeth ins Netz verlängerte.

Weitere Möglichkeiten vergaben Kevin Bartheld (60.), dessen Hinterhaltschuss Flechtner parierte, und Fürbeth (64.) mit einem ungenauen Abschluss. Während der SC sein Spiel beruhigte, bemühten sich die Gastgeber, verloren aber zu viele einfache Bälle im Mittelfeld. Der aus Bicken gekommene Fabian Bräuer sorgte mit seinen beiden Treffern letztlich für ein klares Resultat, das aber der guten Vorstellung der Kinzenbacher nicht gerecht wurde.

Beim 2:0 (85.) war Bräuer im Strafraumgetümmel mit dem Kopf schneller als Flechtner, und beim 3:0 (88.) krönte er seinen Sololauf mit einem Schuss ins Toreck.

SG Kinzenbach: Flechtner - Anker (71. P. Sajonz), Jörg (64. R. Sajonz), Schmidt, Güngör, Purdak, J. Alber, Pantke (71. Safar), Kenne Wa, S. Alber (80. Kipper), Keller.

SC Waldgirmes: Buss - Schmidt, Gebauer, Golafra, Bartheld, Böttcher, Stephan, Bräuer, Cinemre (64. Ünal), Fürbeth (64. Safiew), Erben (74. Götz).

Tore: 0:1 (56.) Golafra, 0:2 (85.) Bräuer, 0:3 (88.) Bräuer - Schiedsrichter: Ebert (Kirtorf) - Zuschauer: 240.

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