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Gut gespielt, aber wieder verloren

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Franziska Müller visisert für die HSG Lumdatal das Eddersheimer Gehäuse an. Gegen den Drittliga-Primus bleibt es ihr einziger Treffer. © PeB

Londorf (mol). Die HSG Lumdatal hat in der Dritten Frauenhandball-Liga am Samstagabend gegen ein Topteam der Klasse eine starke Leistung gezeigt, dafür aber am Ende nichts Zählbares ernten können. Nach der bitteren 16:40-Klatsche im Hinspiel bot das Team von Marcel Köhler dem Tabellenzweiten TSG Eddersheim lange Zeit Paroli, musste den Südhessinnen beim 20:

24 (11:12) aber letztlich die Punkte überlassen.

HSG Lumdatal - TSG Eddersheim 20:24

»Ich bin wirklich sehr zufrieden und stolz über die Leistung der Mannschaft. Klar willst du jedes Spiel gewinnen, auch gegen Favoriten, sodass immer eine kleine Enttäuschung dabei ist. Zumal es letztlich Kleinigkeiten waren, die den Ausschlag gegeben haben. Leider hatten wir gegen Ende der Partie einige torlose Minuten, die waren dann entscheidend«, berichtete Lumdatals Trainer im Anschluss an die sehr gute Vorstellung seiner Truppe.

Wie im ersten Aufeinandertreffen zeigten die Lumdataler Damen in den Anfangsminuten wenig Respekt und glichen nach einem Doppelpack von Hanna Schwabauer zum 4:4 (9.) aus. Doch deckungsgleich zu Partie eins zog der Favorit dann die Zügel an und schnell auf 8:5 (12.), dann auf 11:7 (22.) davon. Doch die HSG erlaubte sich diesmal wesentlich weniger Fehler in der Offensive und unterband durch guten Rückzug oftmals leichte Gegentore. In den nächsten Minuten stand die Defensive bärenstark, sodass Lumdatal dank eines 4:0-Laufes sogar zum 11:11-Ausgleich durch Katha Smajek kam.

Nach dem 11:12-Pausenrückstand blieb die Köhler-Sieben dann auch in den ersten Minuten der zweiten Hälfte noch am Favoriten dran und glich durch Schwabauer (12:12, 32.) und Svenja Mohr (13:13, 34.) noch zweimal aus. Danach schalteten die »Eddschmer City Girls« einen Gang höher, ließen kaum mehr freie Chancen Lumdatals zu und nutzen ihre dagegen hochprozentig zu einer 18:14-Führung durch die starke Kreisläuferin Lena Thoß aus.

Doch die Moral der HSG stimmte diesmal absolut. Die Gastgeberinnen brachen nicht ein wie im Hinspiel, sondern kämpften sich nochmal auf 16:18 (42.) und 17:19 (45.) durch zwei Hasenkamp-Siebenmeter heran. Doch für eine Überraschung reichte es nicht, weil die abgezockten Südhessinnen ihre Klasse dann ausspielten und die Partie dank eines Tore-Dreierpacks für sich entschieden (22:17, 53.). Fast zehn torlose HSG-Minuten waren in dieser Phase entscheidend.

»Wir haben über das gesamte Spiel gut in der Abwehr gestanden und den Ball vorne gut laufen lassen. Die Entwicklung stimmt mich positiv, sie geht in die richtige Richtung. Darauf wollen wir in der nächsten Woche aufbauen und anknüpfen«, blickte Köhler bereits auf die Partie beim 1. FSV Mainz 05 II voraus.

HSG Lumdatal: Schütz, Olemotz - Sauer (4), Schlapp, Franziska Müller (1), Mohr (2), Schneider (1), Schwabauer (4), Hasenkamp (2/2), Madeleine Müller (1), Parma (1), Bulling (1), Smajek (3), Furhländer.

TSG Eddersheim: Priester, Kirchner - Hilbig (2), Özer (2/1), Brocke (1), Müller (1/1), Rhein (1), König (5), Krämer (1), Feick (2), Petry, Thoß (5), Schweikart (4).

Schiedsrichter: Büschgens/Büschgens (Korschenbroich). - Zuschauer: 100. - Zeitstrafen: drei (Sauer zwei, Madeleine Müller), zwei (Özer, Thoß). - Siebenmeter: 3/2, 3/2.

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