1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Hahn nagelt ihr Tor zu

Erstellt: Aktualisiert:

Oberkleen (mcs). Im zweiten Mittelhessen-Derby der Saison hat die HSG Kleenheim-Langgöns in der Dritten Frauenhandball-Liga einen Befreiungsschlag gelandet. Nach der Punkteteilung im Hinspiel ließ das Team von Trainer Martin Saul der HSG Lumdatal in der Weidig-Sporthalle diesmal keine Chance und feierte einen deutlichen 28:15 (15:6)-Erfolg.

HSG Kleenheim-L.- HSG Lumdatal 28:15

Dank des zweiten Saisonsieges - dem ersten seit dem 15. September 2021 - schoben sich die Kleebachtalerinnen in der Tabelle am TuS Königsdorf vorbei, während der unterlegene Kontrahent auf dem letzten Tabellenplatz verbleibt.

»Nach der Anfangsnervosität war das ein Spiel nach Maß für uns. Zu Beginn hatten wir zu viele technische Fehler, haben diese aber schnell abgestellt. Wir haben dann unsere Stärken absolut auf die Platte gebracht. Für das Selbstvertrauen war das ein ganz wichtiger erster Schritt, auf dem Weg zum Klassenerhalt aber nur einer«, freute sich SGK-Trainer Martin Saul neben einer starken Mannschaftsleistung auch über die herausragende Vorstellung von Torhüterin Rixa Hahn. »Sie hat ihr Tor förmlich zugenagelt!«

Dass die Gastgeberinnen das Nachbarschaftsduell in den ersten 30 Minuten praktisch schon entscheiden sollten, deutete sich zunächst noch nicht an. Die ersten beiden Treffer gingen nämlich auf das Konto der Gäste (2:0, 5.), die auch beim 3:2 (10.) durch Selina Sauer noch vornelagen. Und ein deutlich höherer Vorsprung für die Köhler-Sieben wäre möglich gewesen, denn ehe Elena Schuch Kleenheim-Langgöns beim 4:3 (14,) erstmals in Führung warf, hatte Lumdatal binnen der ersten 13 Minuten schon drei Siebenmeter ausgelassen.

Dies ging in der Folge wohl zum einen auf die Moral des Schlusslichts und beflügelte zum anderen die Kleebachtalerinnen, die sich nach der ersten Führung in einen regelrechten Rausch spielten. Gestützt auf eine bärenstarke Hahn im Tor sorgten sieben Treffer in Folge für das 9:3 (23.), nach dem 4:9 sorgte ein weiterer 5:0-Lauf, abgeschlossen durch Kira Suchantke, schon für die Vorentscheidung (14:4, 29.).

Doch trotz der klaren 15:6-Pausenführung ließen die Kleenheim-Langgönser Damen auch in der zweiten Halbzeit zunächst nicht nach, während das Torewerfen auch weiterhin das große Problem des Derbygastes blieb. Nur drei Treffer gestattete die Saul-Truppe Lumdatal in den ersten fast 18 Minuten von Hälfte zwei, sodass die endgültige Entscheidung beim 22:9-Zwischenstand natürlich schon längst gefallen war. Erst in der Schlussphase wechselten sich die Torerfolge munter ab, Katha Weber für Kleenheim-Langgöns sowie Franzi Müller für Lumdatal gelangen die letzten Treffer eines doch unerwartet einseitigen Derbys.

»Das war heute einfach ein gebrauchter Tag für uns. Dabei sind wir gar nicht schlecht ins Spiel gekommen, sondern haben in der ersten Viertelstunde guten Handball gespielt. Da hätten wir klar führen müssen, aber wir haben unheimlich viel verworfen, im gesamten Spiel und in dieser Phase im Besonderen. Dadurch haben wir uns unser Spiel kaputt gemacht, später dann nicht mehr die Tiefe gefunden und in der Abwehr zu viele Eins-gegen-Eins-Duelle verloren«, musste Lumdatals Trainer Marcel Köhler eingestehen.

Kleenheim-Langgöns: Hahn, Bork, Buhlmann - Eggers (3), Dietz, Bachenheimer (9/4), Schuch (1), Rüspeler (1), Kleinpell, Suchantke (3), vom Hagen (2), Kiethe (1), Klug (3), Weber (5).

Lumdatal: Schütz, Olemotz - Sauer (2), Althen, Schlapp, Franziska Müller (3/2), Mohr (1), Schneider (2), Schwabauer (2), Hasenkamp, Madeleine Müller, Bulling, Smajek (3), Fuhrländer (2).

Schiedsrichter: Halbach/Halbach (Lüttringshausen). - Zuschauer: 180. - Zeitstrafen: vier (Bachenheimer, Schuch, vom Hagen, Klug) - zwei (Sauer, Madeleine Müller). - Siebenmeter: 6/4 - 6/2.

Auch interessant