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Hanau legt den Schalter noch um

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Von: Albert Mehl

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Frei am Kreis: Der Pohlheimer .Florian Niclas kommt gegen Offenbach zum Wurf. Foto: PeB © PeB

Holzheim. Als Nikolas Happel direkt nach Wiederanpfiff den Vorsprung der HSG Pohlheim auf 15:8 erhöhte, schien die Sensation Gestalt anzunehmen, schien der Aufsteiger in die 3. Liga der Handballer seinen zweiten Saisonsieg einfahren zu können. Doch am Ende mussten sich die Mittelhessen den Tabellenzweiten HSG Hanau mit 21:25 (14:8) geschlagen geben.

»Ich weiß auch nicht, welchen Schalter wir da umgelegt haben«, gestand Gästetrainer Hannes Geist nach dem Abpfiff.

HSG Pohlheim - HSG Hanau 21:25

Andreas Lex, sein Pendant bei den Pohlheimern, sah dagegen die schwindenden »Körner« bei seinem Team als ausschlaggebend für die neuerliche Niederlage, die aber so gar nicht das 60 Minuten lange aufopferungsvolle Kämpfen und zwischenzeitlich bravouröse Auftreten seines Teams belohnte. »Auch wenn wir verloren haben, mit so einer Leistung können wir leben«, meinte der Gastgeber-Coach.

Beim 17:14 durch Stefan Lex in der 42. Minute lagen die Blau-Weißen noch mit drei Toren in Führung. Beim 17:17 drei Minuten später mussten sich durch Dennis Gerst den ersten Gleichstand der Partie hinnehmen. Und nach dem 20:20 (Lex, 51.) gerieten sie mehr und mehr auf die Verliererstraße.

Dafür gab es mehrere Gründe: Torhüter Jannik Schlegel konnte nicht mehr an seine Glanzleistung des ersten Durchgangs anknüpfen, die kräftezehrende Abwehrarbeit machte sich doch bemerkbar und es wurde nun auch die eine oder andere gute Chance ungenutzt gelassen.

Die Hanauer dagegen fanden zu ihrem Tempospiel, waren vor allem über den Kreis (David Rivic) und den rechten Flügel (Dennis Gerst) erfolgreich und trafen jetzt auch besser. Mit dem 20:23-Zwischenstand nach einem Doppelschlag von Gerst war schon sieben Minuten vor Schluss die Vorentscheidung gefallen. Damit war der glänzende Start des Tabellenvorletzten Schall und Rauch. Nach fünf Minuten hatte Stefan Lex dreimal getroffen. Das 3:0 gab Selbstvertrauen. Max Rühl erhöhte auf 6:2 (15.).

Auch der 8:7-Anschluss durch Maximilian Bergold brachte die Mittelhessen nicht aus der Bahn. Vom 10:8 (25.) zogen sie bis zum 14:8 zur Halbzeit davon. Und schienen beim 15:8 durch »Nicki« Happel auf der Siegerstraße. Zwei Tore steuerte auch Torben Weinandt bei, der erstmals nach seiner langen Verletzungspause wieder auf dem Spielfeld mitwirkte. »Er hat elf Monate kein Handball gespielt. Er braucht noch seine Zeit, bis er wieder in der alten Form aufläuft«, schöpfte »Andi« Lex nicht nur bei seinem zurückgekehrten Rückraumspieler Hoffnung auf den weiteren Saisonverlauf.

Pohlheim: Schlegel, Wüst; N. Happel (2), F. Neul (2), Rühl (2), Friedl (1), Schier, Lex (6), Niclas (2), L. Happel, T. Weinandt (2), Lambrecht (1), Gilbert, C. Träger, J. Träger (3), Wagner.

Hanau: Adanir, Tomm; Ritter (2), Jusys, Gerst (6), Ahrensmeier (1), Strohl (1), Ireland, Braun (3), Schröder, Marquard, Rivic (5), Bergold (5/2), Ruppert, Schiefer (1), Fulda (1).

Schiedsrichter: Ernst/Hankel (Idstein/Rüsselsheim). - Zuschauer: 280. - Zeitstrafen: 4:2 Minuten. - Siebenmeter: 2/0: 5/2.

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