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»Hatten einen Fuß in der Tür«

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Von: Christian Németh

Gießen (cnf). Achtes Spiel, achte Niederlage - am Wochenende war für die Basketball Akademie Gießen 46ers in der 1. Regionalliga Südwest einmal mehr nichts zu holen (72:81). Gegen den ordentlich in die Runde gestarteten Rangvierten SG Mannheim hielten die Youngster um Headcoach Ivica Piljanovic dennoch über weite Strecken gut mit.

BBA Gießen 46ers - SG Mannheim 72:81

In der Tabelle änderte das Resultat aus heimischer Sicht trotzdem wenig: Die Akademie verharrt auf dem vorletzten Rang, punktgleich mit dem ebenfalls sieglosen Schlusslicht MTV Kronberg.

Zu Beginn begegneten sich beide Farben auf Augenhöhe. Die Gäste sicherten sich nach den ersten zehn Spielminuten eine Drei-Punkte-Führung (17:20), dennoch setzte sich keiner der Kontrahenten nennenswert ab. Auch die Gastgeber lagen punktuell mal in Front und schnappten sich den zweiten Durchgang knapp mit 21:20. Zum Kabinengang konnten die Zuschauer in der Sporthalle Gießen-Ost einen 38:40-Zwischenstand (20.) von der Anzeigetafel ablesen.

Nach dem Wiederanpfiff legte die angereiste SG eine Schippe drauf, erarbeitete sich zügig eine kleine Führung - die Akademie blieb jedoch weiterhin in Schlagdistanz und war auch zu Beginn des letzten Abschnitts (51:58, 30.) durchaus noch im Rennen.

Mannheim wollte es nun wissen und enteilte, angeführt vom starken Ex-ProA-Profi und Flügelspieler Albert Kuppe, zunächst auf 76:59 aus eigener Sicht bis zur Mitte des letzten Quarters. In der Folge nahm Pijlanovic eine Auszeit und stellte seine Schützlinge defensiv neu ein. Diese Maßnahme fruchtete: Dank einer Zonen-Verteidigung konterte die Akademie mit einem satten 11:0-Lauf und pirschte bis 83 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit noch einmal auf 70:76 heran.

Nun forderten wiederum die Gäste eine Auszeit ein, Gießen vergab kurz darauf eine wichtige Drei-Punkte-Möglichkeit, während Mannheim seine nächste Wurfchance erfolgreich nutzte - und somit die Entscheidung herbeiführte.

Piljanovic bleibt zuversichtlich

»In der ersten Halbzeit haben wir es wirklich sehr gut gemacht. In der zweiten Hälfte hatten wir leider wieder diese Phasen, wo uns der Gegner zum Teil abgekocht hat mit seiner Erfahrung. Trotzdem haben wir beim 11:0-Lauf noch einmal Druck reinbekommen, da haben wir uns nicht hängenlassen«, resümierte Gießens Trainer Ivica Piljanovic nach Spielende und hielt - trotz einer kargen Drei-Punkte Trefferquote von nur zehn Prozent (2/20) - zuversichtlich fest: »Es war dennoch ein Schritt nach vorne, Mannheim hat in dieser Saison erst zwei Spiele verloren und wir hatten bis kurz vor Schluss den Fuß in der Tür. Ich bleibe dabei: Wir gewinnen in dieser Saison noch unsere Spiele.«

BBA Gießen 46ers: Ukaj (5), Janeck (8), Heyne (2), Mehmed, Andrews (7), Riemer, Mann (4), Winn III (31), Bergmann (2), Herget (9), Döntgens (4).

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