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Herzschlagfinale

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Von: Christian Németh

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Der siegbringende Faktor im Pointers-Spiel: Neuzugang Jacob Ledoux. Foto: Friedrich © Friedrich

Gießen (cnf). Bereits am Silvestervorabend entfachten die Gießen Pointers ein Feuerwerk und feierten in der 2. Basketball-Bundesliga ProB (Nord) ihren ersten Saisonsieg. Im zwölften Pflichtspiel - und zugleich am letzten Spieltag der Hinrunde - platzte beim Dörr-Team der Knoten, der Tabellenfünfte Baskets Schwelm konnte in eigener Halle mit 91:88 bezwungen werden.

Dabei waren die favorisierten Gäste sogar mit dem Rückenwind von zuletzt fünf Siegen in Folge angereist.

Gießen Pointers - Baskets Schwelm 91:88

»Das war auch überfällig«, zeigte sich Pointers-Headcoach Daniel Dörr nach dem Ertönen der Schlusssirene mehr als erleichtert. Im nächsten Atemzug richtete der Übungsleiter dann direkt den Fokus auf sein Team und betonte: »Ich bin verdammt stolz auf die Mannschaft, wir haben wirklich bis zur letzten Sekunde gekämpft.«

Hervorheben wollte Dörr im Nachgang keinen seiner Schützlinge, auch wenn die beiden Neuzugänge Jacob Ledoux sowie Thimothee Troussel, der es auf sein erstes »Double-Double« brachte, erneut unter Beweis stellten, dass sie eine waschechte Verstärkung für die Pointers sind. »Die haben beide einen super Job gemacht, haben aber auch beide fast durchgespielt«, erklärte Daniel Dörr, der ferner Spieler wie Paul Carl, David Amaize und Jon Ukaj, der seinen erst zweiten ProB-Auftritt hatte, stellvertretend für die gute Gießener Teamleistung benannte: »Auch unsere Ersatzspieler haben das toll gemacht - es waren wirklich alle durch die Bank weg gut.«

Zur Chronologie: Die Partie startete ausgeglichen (18:18, 6.), zur ersten Viertelpause lagen die Nordrhein-Westfalen, bei denen der Ex-Licher sowie Ex-Gießener Viktor Ziring zehn Punkte und fünf Rebounds markierte, nichtsdestotrotz mit 26:21 (10.) in Front.

Im zweiten Abschnitt zogen die Baskets auf 38:25 (14.) davon und profitierten in dieser Sequenz, wie generell in Halbzeit eins, von den Nachlässigkeiten der Hausherren in Sachen Rebounds. »Diese zweiten Chancen haben uns fast gekillt«, bemängelte Dörr, dessen Farben zum Kabinengang immer noch mit zehn Punkten im Hintertreffen lagen (41:51, 20.).

Galt das dritte Quarter zuletzt oft als entscheidender Knackpunkt, erwies sich der Abschnitt diesmal als Siegesgarant für den Liga-Neuling. Nach einem 9:2-Lauf waren die Gastgeber in der 24. Minute zurück im Spiel (50:53) und fanden nur kurze Zeit später sogar zum Ausgleich (55:55, 26.). Beim offenen Stand von 68:69 (30.) wurde der Schlussakt eingeläutet.

Hier verteidigte Schwelm zunächst noch seinen Vorteil, ehe Ledoux Gießen den Führungswechsel bescherte (77:76, 35.). In der Crunch-Time blieb die Sache knapp und umkämpft - die Pointers, deren Defensivarbeit in der zweiten Hälfte stark verbessert daherkam, gaben ihren lang ersehnten Triumph aber nicht mehr aus der Hand.

Gießen Pointers: Ukaj (1), Ledoux (27), Carl (16), Maruschka (4), Troussel (14), Njie, Kenntemich, Lischka (11), Amaize (18).

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