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Hier schaut die Landesliga hin

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Lumdatals Trainer Eike Schuchmann hat in dieser Saison (fast) nur Grund zu jubeln. Nur der U23 des TV Hüttenberg unterlag die HSG im Hinspiel. Am Samstag steht im dortigen Sportzentrum das Rückspiel der Landesliga-Spitzenteams an. © Bär

Gießen (mol). Am offiziell letzten Spieltag der Qualirunde hält der Spielplan der Männerhandball-Landesliga (Mitte) nochmal ein ganz besonderes Highlight bereit. Am Samstag (20 Uhr) stehen sich im Sportzentrum nämlich der gastgebende Tabellenführer TV Hüttenberg U23 und der Zweite HSG Lumdatal in Gruppe eins gegenüber. Im Hinspiel in Lollar konnte sich das Team von Dirk Happel und Tim Spengler mit 32:

29 durchsetzen und könnte mit einem weiteren Erfolg im direkten Aufeinandertreffen einen bedeutenden Schritt im Aufstiegsrennen machen.

Nicht dazu kommen lassen will es Eike Schuchmann, der als Trainer der Gäste zu seinem Ex-Verein reist. Vor seiner Trainerkarriere bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und im Lumdatal trug der 30-Jährige neben dem grün-weißen nämlich auch mal das Hüttenberger Trikot.

Mit der Saison seines Teams, die von der Hinspielniederlage abgesehen alle Partien für sich entscheiden konnte, ist er selbstredend zufrieden. »Auch wenn wir den ersten Vergleich gerne gewonnen hätten, ist die Ausbeute natürlich ansonsten sehr zufriedenstellend. Wir haben es leider nicht immer geschafft, über 60 Minuten Konstanz in unsere Leistung zu bringen, aber ich sehe da schon eine klare Entwicklung in den letzten Wochen. Es geht in die richtige Richtung«, betont Eike Schuchmann.

Die Konstanz fehlte auch im ersten direkten Duell mit dem Tabellenführer, denn Mitte Dezember führten die Lumdataler die Partie nach 40 Minuten noch an, um nur gute zehn Minuten später bereits klar auf der Verliererstraße zu sein. »In dieser Phase war es einfach so, dass wir uns offensiv zwei, drei technische Fehler zu viel erlaubt haben«, erinnert sich der 30-Jährige, der allerdings auch die starke Leistung des Kontrahenten lobt. »Hüttenberg hat weniger Fehler gemacht und vor allem haben sie in der Abwehr einfach die entscheidenden Prozente mehr auf die Platte gebracht. Daher wird es genau auf diese Punkte auch am Wochenende ankommen: weniger Fehler machen und eine aggressivere Abwehr auf den Platz stellen.«

Blickt er auf die bisherige Saison, so hat Schuchmann für die beiden »Dominatoren« der Staffel, die ihre jeweils zehn weiteren Spiele gegen die anderen fünf Kontrahenten der Gruppe allesamt gewinnen konnten, nur lobende Worte übrig. »Hüttenberg wird auch vor dem Spiel am Wochenende auf unser Plus an Erfahrung verweisen, was sicherlich auch zutrifft. Dennoch darf man nicht vergessen, dass es erst unsere zweite Landesliga-Saison nach dem Aufstieg ist«, betont der 30-Jährige, der ergänzt. »Der TVH verfügt über die technisch und taktisch am besten ausgebildete Mannschaft der Klasse, die mit Nils Tietböhl und Jannis Wrackmeyer sowohl an Erfahrung als auch an Qualität hinzugewonnen hat. Zudem ist ihre Eingeschworenheit ein großes Plus, ihre große Konstanz und auch ihre Abgezockheit im bisherigen Saisonverlauf beeindrucken mich sehr.«

Auch wenn es tabellarisch vermeintlich »nur« um zwei weitere Punkte für die Meisterrunde zu gehen scheint, geht es für die Lumdataler aber um mehr. Denn sollte nach der Hinspielniederlage eine weitere hinzukommen, womit auch der direkte Vergleich gegen die Hüttenberger verloren ginge, würden die Chancen für die weiterführende Runde bei dann vier Punkten Rückstand auf den TVH doch auf ein Minimum sinken. »Daher ist dieses Spiel elementar für unseren weiteren Saisonverlauf. Es ist kaum davon auszugehen, dass Hüttenberg von den sechs noch auszutragenden Spielen drei nicht gewinnen würde. Und wir müssten im Gegenzug ja auch alle Partien für uns entscheiden. Wenn wir noch eine reelle Chance haben wollen, wenn es Ende April losgeht, hilft uns am Wochenende nur ein Sieg. Ansonsten können wir schon die Planungen für die kommende Runde angehen«, glaubt der in Münchholzhausen wohnende Schuchmann.

Sein Gegenüber Dirk Happel meint seinerseits zur zweiten Auflage des Top-Duells: »Lumdatal war vor der Runde für mich der Favorit und ist es jetzt auch noch. Denn sie verfügen über ein komplettes Team und haben starke Individualisten wie Marcel Köhler oder Max Kühn in ihren Reihen. Zudem verfügen sie auch über einen deutlich größeren Erfahrungsschatz als meine Mannschaft. Nichtsdestotrotz ist unser Ziel, auch dieses Spiel zu gewinnen und bei null Minuspunkten zu bleiben. Ich erwarte eine offene Partie, in der Kleinigkeiten entscheiden werden. Wer den Kampf besser annimmt oder mehr Abwehr spielen will. Meine Jungs fiebern auf das Spiel hin, ich denke, dass die gesamte Landesliga auf diese Begegnung schaut!«

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