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Holz statt Edelmetall

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Von: Norbert Englisch

Gießen/Altenfurt (ne). Vom Wetter war die Deutschen Vereinsmeisterschaft der Damen 50 im Tennis im fränkischen Altenfurt wahrlich nicht begünstigt, besonders am Samstag. Da wechselten die Teilnehmerinnen, bedingt durch den Regenm, zwischen Freiluftplätzen und Halle mehrfach hin und her. Der TC RW Gießen musste nach der Rückkehr auf die nationale Bühne letztlich mit Rang vier vorliebnehmen.

Im Halbfinale gegen den Ausrichter des Turniers, den TSV Altenfurt, war einiges mehr drin als der Ehrenzähler durch Anke Ordemann. Die Enttäuschung setzte sich im Spiel um Platz drei weiter fort: Mehrfach wurde es verpasst, die Führung der Zehlendorfer Wespen zu egalisieren bzw. sogar zu übertreffen. So lautete das etwas traurige Fazit der TC RW-Mannschaftsführerin Katja Gröninger: »Wir haben leider nicht viel erreicht.«

Halbfinale: TSV Altenfurt - TC RW Gießen 5:1: Das »elende Wetter« am Samstag betraf zwar alle Spielerinnen, hatte letztlich aber gravierende Auswirkungen auf das Match der Mannschaftsführerin, der die Hallen-Bedingungen gar nicht schmeckte und die mit 5:7 und 4:6 eine bittere Niederlage gegen eine stark verbesserte Altenfurterin Langhorst wegstecken musste. Die einzige klare Zweisatzniederlage kassierte aber Silke Liebchen-Moneke, deren zweimaliges 2:6 allerdings in jedem Fall zu hoch ausgefiel. Eine nicht ganz fitte Barbara Seeger brach nach 4:2-Führung gegen Resch ein und verzichtete am zweiten Tag auf einen Einsatz. Andrea Rolshausen kam mit ihrer Kontrahentin Henn zunächst überhaupt nicht zurecht, rappelte sich in Durchgang zwei wieder auf. Im Tiebreak verlor die Gießenerin 5:10. Nicola Häffner hielt die taktische Vorgabe im ersten Durchgang nicht ein und verlor, korrigierte das aber mit einem 6:4. Im Tiebreak fehlte ihr das Glück beim 6:10. So blieb es Anke Ordemann vorbehalten, für den Ehrenzähler zu sorgen.

Im Stenogramm: Resch - Seeger 6:4, 6:1; Langhorst - Gröninger 7:5, 6:4; Porwik - Liebchen-Moneke 6:2, 6:2; Grätz - Ordemann 3:6, 4:6; Henn - Rolshausen 6:0, 3:6, 10:5; Lösch - Häffner 6:3, 4:6, 10:6; Doppel wurden nicht mehr ausgetragen.

Im Doppel bleiben Punkte liegen

Spiel um Platz 3: TC RW Gießen - Zehlendorfer Wespen 3:6: Der Tennis-Gott verhielt sich auch am zweiten Finaltag den Gießenerinnen gegenüber verhalten. Nicola Häffner verlor gegen König in beiden Sätzen deutlich. Anke Ordemann hielt gegen Weitzel im ersten Durchgang mit, musste im zweiten aber die Überlegenheit der Berlinerin anerkennen.

Andrea Rolshausen setzte sich gegen Stähler-Stan zweimal im Tiebreak durch, zu einem ungefährdeten Sieg kam Ellen Peters. In den beiden übrigen Begegnungen wurde zumindest der Schritt in den Tiebreak verpasst: Katja Gröninger konnte eine 2:0-Führung nicht halten und verlor 4:6, Silke Liebchen-Moneke gelang dies in einem langwierigen zweiten Durchgang gegen Loddenkemper ebenfalls nicht (54:7).

Aber noch gaben sich die Gießenerinnen nicht geschlagen und führten in allen drei Doppeln im ersten Durchgang. Doch nur Ordemann/Häffner gelang durch ein knappes 12:10 im Entscheidungssatz ein weiterer Zähler.

Im Stenogramm: Gröninger - Parr-Kröger 4:6, 2:6; Liebchen-Moneke - Loddenkemper 2:6, 5:7; Ordemann - Weitzel 4:6, 2:6; Rolshausen - Stähler-Stan 7:6, 7:6; Häffner - König 1:6, 2:6; Peters - Kämmerer 6:2, 6:2; Gröninger/Rolshausen-Parr - Kröger/Loddenkemper 5:7, 0:6; Liebchen-Moneke/Peters-Stähler - Stan/König 3:6, 4:6; Ordemann/Häffner - König/Kämmerer 6:1, 4:6, 12:10.

Finale: TSV Altenfurt - TC Oberkassel 1:5.

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