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HSG Pohlheim mit genug Geduld

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Da bleibt dem Gegner nur die traurige Nachschau: Lukas Drommershausen steuert hier einen Treffer zum Pohlheimer 31:24-Sieg bei. © Bär

Holzheim. Für ein packendes Handballspiel muss am Ende kein knappes Ergebnis von der Anzeigetafel leuchten. Den Beleg für diese Aussage lieferte der 31:24 (12:10)-Erfolg der HSG Pohlheim gegen die SG Bruchköbel.

HSG Pohlheim - SG Bruchköbel 31:24

In der aus Corona-Gründen zuvor zweimal verlegten Begegnung wahrten die Gastgeber mit den zwei Punkten ihre Spitzenstellung in der Nordgruppe der Oberliga, während die Gäste trotz der Niederlage immer noch die Chance haben, sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren.

Ihre Ambitionen, diese Ziel bereits in Holzheim umzusetzen, unterstrichen die Bruchköbeler auf zweierlei Weg: Zum einen mit einem über 50 Köpfe zählenden Gäste-Fanblock, der die gesamte Spielzeit lautstark zu hören war, zum anderen mit einem ungemein engagiert und kampfbetont geführten Auftritt vor den rund 450 Zuschauern in der Sporthalle Holzheim.

Der Lohn der Bemühungen der Schützlinge von Trainer Torsten Weber waren 7:4- (15.) und 8:5-Führungen (17.), die Tobias Jockel und Moritz Kosch herausgeworfen hatten. Großen Anteil an den Anfangsvorteilen der Gelb-Schwarzen hatte mit seinen Paraden Torhüter Mike Bäsch, der aber im Laufe der Partie von seinem Gegenüber Jannik Schlegel noch in den Schatten gestellt wurde. »Ich wusste, dass es ein Geduldsspiel wird. Ich habe den Spielern gesagt, dass wir 40 Minuten Geduld haben müssen«, analysierte HSG-Trainer Andreas Lex, der im weiteren Verlauf mit seinem Trainer-Partner Jens Dapper befriedigt registrieren konnte, dass ihre Schützlinge das Heft mehr und mehr in die Hand nahmen. Zur Halbzeit stand es bereits 12:10 für die Blau-Weißen, wobei Stefan Lex schon anderthalb Minuten vor dem Pausenpfiff zum Pausenstand eingeworfen hatte.

Mitentscheidend dafür war, nicht nur in den Augen von Andi Lex, die »sehr gute Abwehr mit ,Mo‹ Lambrecht im Zentrum«, die den Gäste-Angriff immer wieder verzweifeln ließ. Und dieser Vorteil sollte ich auch weiter auszahlen.

Schon vor dem 20:13-Vorsprung durch Dennis Weisel nach 40 Spielminuten befanden sich die Pohlheimer auf der Siegerstraße. Auch wenn der siebte Heimsieg im siebten Heimspiel in der Folge nicht mehr in Gefahr geriet, blieb es doch bis zum Abpfiff ein packendes Handballspiel.

Pohlheim: Schlegel, Wüst; Friedl (6), N. Happel (1), Weisel (3), Rühl (8/5), Lex (4), Drommershausen (2), L. Happel (2), Lambrecht (2), Kludt, C. Träger (1), J. Träger (1), Wagner (1).

Bruchköbel: M. Bäsch, Simic; M. Wolff (2), Kosch (4), Zutic (3), Kulenovic (2), J. Wolff, Junker (5), Günes (5/4), N. Bätz (1), Jockel (1), Klein (1), Wienand.

Schiedsrichter: Mäkitalo/Schäfer (Glashütten/Wiesbaden) - Zuschauer: 450 - Zeitstrafen: 8:6 Minuten - Siebenmeter 5/5:4/4.

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