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»Hunderter« reicht nicht

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Von: Christian Németh

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Wieder kein glückliches Ende für die BBA Gießen 46ers: Gegen die Bona Baskets Limburg haben Terry Winn III. und Co. wieder nichts zu bestellen. Foto: Schepp © Schepp

Gießen (cnf). Zwei Verlängerungen, über 200 Punkte: Das Kellerduell zwischen der Basketball Akademie Gießen 46ers und den Bona Baskets Limburg in der 1. Regionalliga Südwest hat am Sonnabend vieles geboten, was Basketball-Fans begeistert. Aus heimischer Sicht fehlte jedoch das glückliche Ende, setzten sich die angereisten Domstädter doch mit 112:103 in der Sporthalle Gießen-Ost durch.

Die Mittelhessen verharren somit auch nach dem sechsten Spieltag punktlos im Tabellenkeller, nunmehr mit einem Vier Punkte-Abstand zum direkten Tabellennachbarn Limburg.

BBA Gießen 46ers - Baskets Limburg 103:112

Die Hausherren starteten ordentlich und eilten im ersten Quarter, angeführt von Terry Winn III. (33 Punkte, 14 Rebounds), auf zunächst 31:18 (10.) davon. »Mit dem Anfang und der ersten Hälfte und einigen Sequenzen bin ich zufrieden«, resümierte Akademie-Headcoach Ivica Piljanovic, der hinsichtlich des weiteren Spielverlaufs aber auch festhielt: »Du merkst bei uns einfach, dass in den brenzligen Situationen, wenn es darauf ankommt, einfach doch noch die Erfahrung und die Cleverness fehlen.«

Im zweiten Durchgang (15:26) konterte Limburg, während bei der Heimmannschaft offensiv zwischenzeitlich nicht mehr viel ging. Insbesondere der Point Guard der Baskets, Matej Kljaic, der es auf beeindruckende 52 Punkte brachte, machte Gießen die Sache oft nicht einfach. »Bei ihm mussten wir Lehrgeld bezahlen«, konstatierte Piljanovic. Zum Kabinengang war auf der Anzeigentafel dennoch noch eine leichter Lahnstädter 46:44-Vorteil (20.) abzulesen.

Die Akademie, die gegen die Baskets-Zonenverteidigung immer wieder gute Mittel und Wege fand, vermochte sich nach der Halbzeitpause wieder zu berappeln und sich bis zur 30. Minute einen 72:60-Vorsprung zu erarbeiten. Im Schlussakt brachten die Gäste diesen Punkteabstand wiederum zum Schmelzen und erzwangen in der Folge die Verlängerung.

Die erste Extra-Zeit (8:8) brachte auf dem Parkett allerdings keine Entscheidung, auch, weil Gießen gleich vier Freiwürfe verwarf. »Die entscheidenden Freiwürfe haben wir heute leider nicht gemacht«, bedauerte Piljanovic. In der zweiten Verlängerung hielten die Universitätsstädter anfänglich noch gut mit, brachen eine gute Minute vor dem Abpfiff aber plötzlich völlig auseinander, weshalb die Gäste das abschließende Resultat doch noch deutlich gestalteten.

»Wir haben uns heute eigentlich selbst geschlagen. Es war dennoch wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Wir werden weitermachen, weiter fighten und dann wird es irgendwann auch mit dem Sieg klappen«, lautete das Schlusswort von Ivica Piljanovic, dessen Schützlinge am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) wieder auswärts, diesmal bei der TSG Söflingen, ranmüssen.

BBA Gießen 46ers: Ukaj (5), Janeck (18), Heyne (2), Mehmed (6), Andrews (5), Christian (2), Winn III. (33), Göbel (11), Döntgens (4), Bergmann (1), Herget (16).

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