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Ibrahim Cigdem: »Es ist ein mentales Problem«

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TuBa-Coach Ibrahim Cigdem ist zuversichtlich, den Negativtrend mit seiner Mannschaft zu stoppen. Foto: Froese © Froese

Gießen. Nach einem guten Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Spielen hat Fußball-Verbandsligist FC TuBa Pohlheim in den darauffolgenden sieben Begegnungen lediglich noch vier Zähler auf der Habenseite für sich verbucht. Mit nunmehr elf Pünktchen belegt die Elf von Trainer Ibrahim »Ibo« Cigdem seit dem vergangenen Sonntag den Relegationsplatz »nach unten« und muss sich nun mit dem Thema »Abstiegskampf« auseinandersetzen.

Herr Cigdem, was sind die Gründe für die derzeitige Negativserie?

Wir haben bereits mehrfach erleben müssen, dass der Gegner mit seinem ersten Torschuss in Führung geht, während wir zuvor reihenweise gute Gelegenheiten ausgelassen haben. Dies hat nichts mehr mit Glück oder Pech zu tun, das ist dann irgendwann auch eine Qualitätsfrage. Ich kann die Jungs nicht noch mehr in Schutz nehmen. Sie bemühen sich zwar, aber die fußballerische Klasse ist scheinbar begrenzt.

Zuletzt hatten Sie einige personelle Veränderungen gegenüber vorgenommen. So stand Ricardo Alpsoy für Mustafa Yaman im Tor, Orkan Beslen stürmte für Ahmet Marankoz und Mathay Arslan kam für Kevin Rennert in die Startelf. Auch Albano Sidon saß auf der Bank. Was waren die Gründe?

Ich bin als Trainer in der Verantwortung, Dinge zu verändern, wenn es nicht läuft. Wir haben einen Kader von 17 oder 18 Spielern. Irgendwann müssen die Leute hintendran ihre Chance erhalten. Nach zehn Spieltagen hat jeder genügend Einsatzzeiten bekommen, um sich zu präsentieren. Mustafa Yaman und Ahmet Marankoz haben in dieser Woche aus beruflichen Gründen nicht trainiert, Kevin Rennert ist krank und Albano Sidon plagt sich seit einiger Zeit mit einer Fersenprellung herum.

Die Negativserie begann mit dem 2:3 gegen den VfB Marburg, als Ihre Elf zwei späte Treffer hinnehmen musste. War das das bisherige Schlüsselspiel dieser Saison? Was passierte im mentalen Bereich bei Ihren Spielern?

Ich kann nicht beurteilen, was im Kopf der Spieler passiert und ob sie zuhause oder an der Arbeit Probleme haben. Ich kann nur beurteilen, was ich sehe. Im Rückblick hat uns kein Gegner richtig vorgeführt - wenn ich mal den kollektiven Zusammenbruch gegen die »Kombinierten« aus Marburg nach der Pause außer Acht lasse. Es liegt auch nicht an der Fitness. Es ist ein mentales Problem. Wir müssen uns berappeln, um so schnell wie möglich aus der Abstiegszone zu kommen.

Die Zielsetzungen von Verein, Spielern und Ihnen als Trainer vor der Saison dürfte sicher eine ganz andere gewesen sein. Was ist nun notwendig, um wieder in die richtige Spur zu kommen?

Wenn du erst einmal unten angekommen bist, ist es ganz schwer, wieder rauszukommen. Ich muss vor dem nächsten Spiel schauen, welches die bestmögliche Elf ist, die in der jetzigen Situation funktioniert. Von Zielen sollten wir gerade nicht reden, sondern von Trainingstag zu Trainingstag sowie von Spiel zu Spiel schauen.

Wie schätzen Sie Ihre aktuelle Position ein? Erwarten Sie eine Reaktion des Vereins?

Das kann ich nicht einschätzen. Da müssen Sie mit den Verantwortlichen des Vereins sprechen. Ich kann nur meine Arbeit machen und dabei hundert Prozent geben.

mit Ibrahim Cigdem

(Trainer TuBa Pohlheim)

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