1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

»Ideenloser Standhandball«

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marc Steinert

gispor_0512_peb_061221_4c
Derby-Duell: Die Wettenbergerin Eva Schneider gegen TSGlerin Andrea Schulz (re.). © PeB

LAUNSBACH (mcs). Nach zuletzt zwei Niederlagen hat sich die HSG Wettenberg in der Frauenhandball-Oberliga mit einem Derbysieg zurückgemeldet. Nach dem Heimsieg gegen den TV Hüttenberg feierte das Team von Trainer Kai Nober den zweiten Saisonerfolg ebenfalls in einem mittelhessischen Duell und bezwang die TSG Leihgestern am Samstagabend in Launsbach verdientermaßen mit 25:

20 (11:8). Dementsprechend unterschiedlich waren die Gemütslagen der Beteiligten allerdings im Anschluss.

Wettenberg - Leihgestern 25:20

»Wir haben absolut verdient gewonnen, weil wir toll umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben einen schnellen Ball gespielt, jederzeit Torgefahr ausgestrahlt, haben immer die richtigen Antworten auf die wechselnden Deckungssysteme Leihgesterns gefunden und konsequent abgeschlossen. Und nur 20 Gegentore sind natürlich auch stark«, war Nober voll des Lobes, während TSG-Trainerin Jonna Jensen kein gutes Haar am Auftritt ihres Teams ließ. »Das war leider schlechter als schlecht von uns, Wettenberg war heute auf jeder Position besser als wir. Wir haben ideenlosen Standhandball gespielt und auch in der Abwehr nahezu jedes Eins-gegen-Eins-Duell verloren!«

Dabei war Leihgestern nach zwei schnellen Toren nach zwei Minuten noch mit 2:0 in Führung gegangen, doch der gute Start war schon wenig später vergessen. Nach zehn Minuten hatte sich die Nober-Sieben dank eines 5:1-Laufs eine 5:3-Führung (Janine Tafferner) herausgeworfen. Lediglich beim 5:5 glich die TSG durch Olivia Reeh (12.) nochmal aus, danach war Wettenberg im Derby das klar bessere Team. Dank aggressiver Abwehrarbeit und konsequenter Chancenverwertung ging es über das 7:5 (15.) und 9:7 (22.) schon mit einer soliden 11:8-Führung in die Pause.

Und auch nach dem Wechsel war auf Gäste-Seite keine Besserung in Sicht, im Gegenteil: Lediglich bis zu Jessica Dias Carneiros 10:13 (33.) konnte Leihgestern noch von einem Sieg träumen, nach 42 Minuten war die starke HSG durch Tanja Tröllers Treffer bereits auf 17:11 enteilt.

Dass bei der TSG gleich fünf verschiedene Werferinnen Siebenmeter vergaben, war auch ein Grund dafür, dass das 15:19 (50.) im weiteren Spielverlauf schon das knappste Resultat war. Spätestens nach Caroline Büsselbergs 23:17 war der hochverdiente Derbyerfolg für die HSG Wettenberg eingetütet.

Wettenberg: Habermehl - Münch (1), Schuldt (3/1), Büsselberg (3), Goncalves (1), Tafferner (5), Pohl (1), Schwab (1), Rinn, Risse (1), Tröller (3), Till (2), Schneider (4), Schön.

Leihgestern: Stövesand, Schweisfurth - Eiskirch (1), Clausius (5/3), Seiffarth, Carstens (3), Penning (1), Dias Carneiro (1), Kerdi (3/2), Appel (1), Reeh (3/1), Schulz (2), Kunzig, Faber.

Schiedsrichter: Mäkitalo/Schäfer (Glashütten/Wiesbaden). - Zuschauer: 150. - Zeitstrafen: vier (Tröller zwei, Schwab, Schön) - eine (Kunzig). - Siebenmeter: 1/1 - 11/6.

Auch interessant