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Im Endspurt zum Befreiungsschlag

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Von: Albert Mehl

Holzheim. Die Handballer der HSG Pohlheim sind noch immer nicht richtig in der 3. Liga angekommen, sie haben aber die ersten Punkte in der neuen Spielklasse eingefahren.

HSG Pohlheim - Waldbüttelbrunn 32:29

»Ich hatte nichts anderes erwartet. Es ging hier nicht um einen Schönheitspreis«, kommentierte HSG-Trainer Andreas Lex den 32:29 (17:15)-Erfolg gegen Mitaufsteiger DJK Waldbüttelbrunn. Dadurch sind die Unterfranken als einzige Mannschaft nach fünf Spieltagen noch ohne positiven Zähler, während die Mittelhessen neue Hoffnung geschöpft haben, länger als nur eine Saison in der Drittklassigkeit zu bleiben. Auch wenn jetzt zwei Auswärtsspiele in Folge auf die Blau-Weißen warten.

»Wir hatten es in der Hand. Wir haben beim 29:29 zu undiszipliniert agiert«, haderte Gäste-Coach Dusan Suchy. Bei besagtem Gleichstand knapp vier Minuten vor Schluss hatte es längst noch nicht nach einer klaren Entscheidung ausgesehen.

Zu oft waren die knappen Führungen beider Teams, die nur beim Endstand einmal drei Tore betrugen, von beiden Mannschaften wieder wettgemacht worden. In dem hart umkämpften und spannenden, aber alles andere als hochklassigen Spiel versuchten es die Gäste aus dem Bayrischen meist mit langen Angriffen und einfachen Spielzügen, die gegen die allzu oft unsicher wirkende Pohlheimer Abwehr aber immer wieder den Erfolg brachten. Vor allem DJK-Lenker und -Torjäger Luca Wenzel war weder durch eine 5:1-Abwehr, eine Sonderbewachung noch den gewohnten 6:0-Block der Gastgeber auszuschalten.

Auf der anderen Seite vergaben die Blau-Weißen zu viele freie Einwurfmöglichkeiten und leisteten sich abermals etliche technische Fehler. So waren es im zweiten Durchgang vor allem die individuellen Qualitäten von Max Rühl und Stefan Lex, die die HSG auf die Siegerstraße brachten.

Rühl erzielte in der 50. Minute die 27:25-Führung. DJK-Trainer Suchy reagierte darauf, dass er ab diesem Zeitpunkt mit dem siebten Feldspieler agieren ließ, was aber angesichts einer sich jetzt steigernden Defensive der Hausherren nicht den gewünschten Erfolg brachte. »Wir haben generell zu wenig aus unseren Überzahl-Situationen gemacht«, monierte der gebürtige Slowake.

Nach dem 29:29-Ausgleich durch Tobias Glöggler (56.) traf erst Lex, verwandelte darauf Rühl einen Siebenmeter und machte Tom-Marcel Gilbert bei offener Manndeckung der Gäste den Sack mit dem Tor zum 32:29-Endstand zu. Was zum ersten Siegesjubel der Pohlheimer in dieser Saison führte.

Pohlheim: Wüst Schlegel; Kludt, Friedel (2), N. Happel (4), Rühl (9/1), Schier, Niclas, Drommershausen, Lambrecht (3), Gilbert (1), C. Träger, J. Träger (4), Wagner.

Waldbüttelbrunn: Feuerbacher (1), Leikauf; Elbert (2), Bötsch (1), Glöggler (3), Issing (3), Kwiatkowski (10/5), Kirchner, Winheim, Meyer (2), Wenzel (7), Blahodir.

Schiedsrichter: Ahlgrimm/Backwinkel (Bochum/Gießen). - Zuschauer: 320. - Zeitstrafen: 8:10 Minuten. - Siebenmeter: 2/1:7/5.

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