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Im Olympiabecken aufs Silberpodest

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Gießen (uri). Anfang August fanden im Olympiabecken von 1964 die Schwimmeuropameisterschaften in Rom statt.

Im gleichen Wasser zogen nun Europas Mastersschwimmer ihre Bahnen. Darunter auch Athleten des Gießener SV (GSV).. Im Unterschied zu der »richtigen« Europameisterschaft, bei der Nationalmannschaften antreten, können bei der Master-EM Schwimmer individuell von Vereinen gemeldet werden. Über 2000 Aktive zwischen 20 und 95 Jahren waren bei diesem Event in der italienischen Hauptstadt dabei. Jeder Teilnehmer durfte zu drei Einzelstarts melden. Vom GSV hatten sich Ann Kristin Neuloh-Stein, Maike Lang und Tanja Heinz auf den Weg nach Rom gemacht. Eine kurze vierwöchige Vorbereitung im Anschluss an die Deutschen Masterswettkämpfe musste reichen, um sich für die Wettkämpfe einigermaßen fit zu machen.

Ann Kristin Neuloh-Stein hatte »taktisch« gemeldet und sich auf die längeren Strecken beschränkt, in der Hoffnung, dass die Konkurrenz nicht zu stark sein würde. Zum Auftakt schwammm sie die 400m Freistil in guten 5:13,72 und belegte damit Platz 14. Über 400m Lagen schlug sie nach 6:02,18 an. Damit wurde sie hervorragende Fünfte. Über 200m Lagen belegte die Gießenerin mit 2:46,90 Platz sieben und damit einen weiteren Top-Ten Platz. Tanja Heinz (AK50) schwamm bei ihrem ersten EM-Start mit Saisonbestzeit von 0:32,59 über 50m Schmetterling auf den vierten Platz. Lediglich 4/100 Sekunden fehlten ihr zum Medaillenrang. Über 50m Freistil wurde sie in 0:30,47 Achte.

Maike Lang (AK25) setzte den GSV-Leistungen das Krönchen auf. Bei ihren ersten Starts über 50m und 200m Rücken lief es noch nicht ganz rund. Über 50m wurde sie in 0:33,05 knapp Vierte. Über 200m Rücken verfehlte sie ihre Bestzeit nur um 6/10 Sekunden und landete auf Rang sechs. Der Fokus lag auf ihrem abschließenden Rennen über 100m Rücken. Mit einer klugen Renneinteilung schlug Maike Lang nach 1:12,03 knapp hinter einer Italienerin als Zweite an und wurde damit die erste Vize-Europameisterin des Gießener SV. Die Zeit war zudem knapp zwei Sekunden schneller als ihre Leistung bei den Deutschen Mastersmeisterschaften Anfang August in Gera. Mit einer Silbermedaille, zwei vierten Plätzen und einem fünften Rang war die Ausbeute des GSV-3er-Teams sehr gut und macht große Hoffnungen für die weiteren Masters-Wettkämpfe.

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