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Improvisationskünstler

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Dutenhofen (flo). Die Verletztenmisere hat die Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen fest im Griff. Das ändert aber nichts daran, dass im Abstiegskampf mächtig Druck auf dem Kessel ist. Der November dürfte für die Grün-Weißen äußerst richtungsweisend werden. Beim Aufsteiger und punktlosen Schlusslicht DJK Waldbüttelbrunn sollten am Samstag (19.

30 Uhr, Ballsporthalle Waldbüttelbrunn) unbedingt zwei Punkte her.

DJK Waldbüttelbrunn - HSG Dutenhofen/M. (Samstag, 19.30 Uhr)

Axel Spandau ist dieser Tage als Improvisationskünstler gefordert. Zumal jetzt auch noch Spielmacher Lukas Gümbel auszufallen droht. »Es ist vermutlich etwas am Innenmeniskus«, erzählt Spandau. Endgültigen Aufschluss soll eine MRT geben. Gümbels Einsatz sei jedenfalls »äußerst fraglich«, sein Fehlen »würde uns in der Abwehr wie im Angriff hart treffen«, weiß der HSG-Coach, der darüber hinaus auf die verletzten Rückraumkräfte Jonas Müller, Tim Lauer und Paul Geffert sowie auf Kreisläufer Malvin Werth verzichten muss. »Wir müssen schauen, ob uns wer aus der A-Jugend oder aus der dritten Mannschaft helfen kann«, hofft Spandau auf personelle Unterstützung aus den eigenen Reihen.

Die Engpässe kommen zur Unzeit. Denn im November wird es für Dutenhofen/Münchholzhausen ernst. Richtig ernst. Mit 4:14 Punkten rangiert die Spandau-Truppe auf Rang zwölf. Für den sicheren Klassenerhalt wäre mindestens Platz zehn erforderlich. Bis zum Abschluss der Hinrunde sollen - diese Zielstellung hat Spandau formuliert - mindestens zehn Punkte verbucht sein.

Das heißt: Aus den verbleibenden vier Duellen der ersten Halbserie müssen sechs Zähler her. Das ist gegen Waldbüttelbrunn, die mHSG Friesenheim-Hochdorf, den TuS Dansenberg und die HSG Rodgau Nieder-Roden nicht unmöglich, aber allemal herausfordernd. »Wir müssen gucken, ob die jungen Kerle den Druck aushalten«, sagt der Trainer.

Vor allem muss es den Grün-Weißen dafür gelingen, die Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. Denn dass die HSG eine bockstarke Defensivleistung aufs Parkett bringen kann, hat sie bereits bewiesen - insbesondere bei den Niederlagen gegen Haßloch (23:24) und in Hanau (21:25). Dass sie im Angriff ein Feuerwerk zünden kann, auch das hat sie auch bewiesen - etwa in Gummersbach (31:33) oder gegen Kirchzell (36:30).

Die Krux: Beides zusammen haben die Mittelhessen bis dato sehr selten in dieser Saison abzuliefern vermocht. Spandau sagt: »Es gibt ein Mittel, das zu positiver Veränderung führt: Erfolg.« Der ist im Unterfränkischen bitter nötig.

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