In den deutschen Teams steckt viel RSV Lahn-Dill

Gießen. An diesem Donnerstag sind die Rollstuhlbasketball-Europameisterschaften in Spaniens Hauptstadt Madrid gestartet. Deren Finals gehen am Sonntag, 12. Dezember, über die Bühne. Wir haben für Sie wichtige Fakten rund um die kontinentalen Titelkämpfe, an denen in unterschiedlichen Funktionen mehrere Akteure des RSV Lahn-Dill beteiligt sind, zusammengestellt.

Gruppeneinteilung

Die deutschen Herren treffen in der Hauptrundengruppe A auf Litauen (Samstag, 4. Dezember, 16.45 Uhr), Frankreich (Sonntag, 5. Dezember, 17.45 Uhr), Polen (Montag, 6. Dezember, 16.45 Uhr), die Schweiz (Dienstag, 7. Dezember, 11 Uhr) und Spanien (Mittwoch, 8. Dezember, 16.45 Uhr). Die Gruppe B bilden Großbritannien, Israel, Italien, die Niederlande, Österreich und die Türkei. Bei den Damen gibt es nur eine Sechsergruppe, in der sich die deutsche Auswahl mit den Niederlanden (Sonntag, 5. Dezember, 15.30 Uhr), Spanien (Montag, 6. Dezember, 10 Uhr), der Türkei (Dienstag, 7. Dezember, 15.30 Uhr), Frankreich (Mittwoch, 8. Dezember, 12.15 Uhr) und Großbritannien (Donnerstag, 9. Dezember, 12.15 Uhr) misst.

Die Platzierungsspiele sowie die Viertelfinals werden ab Donnerstag, 9. Dezember, ausgetragen, die beiden Finals finden am Sonntag, 12. Dezember statt.

Modus

Die ersten vier Teams beider Wettbewerbe steigen ins Viertelfinale ein. Bei den Herren ermitteln die Mannschaften auf den Gruppenplätzen fünf und sechs zwei Absteiger in die Division B, bei den Damen treten die beiden Tabellenletzten lediglich zu Platzierungsspielen an, da bei ihnen niemand absteigen kann.

WM-Qualifikation

Bei der EM qualifizieren sich die besten fünf Herrenteams und die stärksten vier bei den Damen für die Weltmeisterschaften Ende 2022 in Dubai/Vereinigte Arabische Emirate.

Hallen

Gespielt wird im Centro Deportivo Municipal Francisco Fernández Ochoa (3000 Zuschauer), einem modernen Sportzentrum im Stadtteil Buenavista im Südwesten Madrids, sowie im kleineren und nur 1000 Besucher fassenden Centro Deportivo Municipal Marques de Samaranch im Zentrum der Metropole unweit des Flusses Manzanares.

Vergangenheit

Bei den Damen heißen die bisherigen Titelträger ausschließlich Deutschland (zehnmal) oder Niederlande (7). Die letzten beiden Goldmedaillen gingen 2017 auf Teneriffa und 2019 in Rotterdam allerdings an Oranje. Bei den Herren wartet Deutschland seit der ersten EM-Austragung 1970 auf einen EM-Titel. Großbritannien und Frankreich hießen je siebenmal die Europameister. Das deutsche Team holte zwei Silber- und fünf Bronzemedaillen und liegt damit in der Nationenwertung auf Platz neun.

Favoriten

Weltmeister und Paralympics-Sieger Niederlande ist bei den Damen der klare Favorit. Die deutsche Mannschaft, die nach der Demission von Martin Otto, dem Rücktritt von RSV-Cheftrainerin Janet Zeltinger und der Tokio-Interimslösung Dennis Nohl nun vom Trierer Dirk Passiwan gecoacht wird, besitzt zusammen mit Großbritannien Chancen auf Edelmetall. Bei den Herren ist die Leistungsdichte deutlich höher. Das Team von Cheftrainer Nicolai Zeltinger möchte aufs Trepchen. Die Konkurrenten heißen Spanien, Großbritannien und die Türkei. Italien und Frankreich haben lediglich Außenseiterchancen.

Aufgebote

Christopher Huber und Thomas Böhme vom RSV Lahn-Dill gehören dem zwölfköpfigen Herren-Kader an, den der im Gießener Stadtteil Allendorf lebende Nationalcoach Nicolai Zeltinger schon über zehn Jahre betreut. Ebenfalls im Aufgebot: die Ex-RSV-Lahn-Dill-Akteure Jan Haller (Hannover United) und Joe Bestwick (Köln 99ers). Bei den Frauen steht Catharina Weiß vom RSV Lahn-Dill im Team, das von Annabel Breuer, die den Mittelhessen nach Tokio den Rücken kehrte, angeführt wird.

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