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In den Sand gesetzt

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Von: Wolfgang Bender

Bad Nauheim (wbe). Immer wieder passiert es kurioserweise gerade auf eigenem Eis, dass der EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 eine begonnene Serie in den Sand setzt. Anfang November war es das Heimspiel gegen Weißwasser, dann nach zwei Auswärtserfolgen das Duell gegen Selb und am Sonntag folgte die 4:5 (2:1, 0:4, 2:0)-Heimniederlage gegen den EHC Freiburg nach zuvor vier zum Teil spektakulären Auftritten.

Während Bad Nauheims Headcoach Harry Lange in seiner Vorbetrachtung auf die Wochenendspiele vor allem vor den Landshutern warnte, bei denen man dann mit 7:3 souverän gewann, hatte man die Schwere der Aufgabe gegen den EHC Freiburg offensichtlich nicht so richtig auf dem Schirm.

Das betraf vor allem das mittlere Drittel, als die Breisgauer Treffer wie reife Früchte fielen. Gleich viermal musste EC-Keeper Felix Bick hinter sich greifen - die daraus resultierende 5:2-Führung der Gäste war dann eine zu große Hypothek, die von den Roten Teufeln im Schlussdrittel nicht mehr abgetragen werden konnte. »Wir haben uns einfach richtig dumm angestellt und sind immer wieder in Konter gelaufen«, ärgerte sich Lange (»Ich habe sieben Freiburger Treffer gesehen«), der zudem in ironischer Manier die Mithilfe seiner Spieler bei zwei Gäste-Toren kritisierte.

Dabei lief es zunächst gar nicht so schlecht für die Bad Nauheimer, die nach knapp neun Minuten bei einer Überzahlsituation durch Christoph Körner die Führung markierten. Dem früheren EC-Spieler Hagen Kaisler gelang dann zwar der Ausgleich, doch psychologisch ganz wichtig holte sich Bad Nauheim sechs (!) Sekunden vor Drittelende die Führung zurück. Damit gingen die Gastgeber zwar mit einem guten Gefühl in die Kabine, kamen allerdings mit schlechter Konzentration heraus.

Noch nicht einmal neun Minuten benötigten die Freiburger, um die Partie komplett zu kippen. Den Auftakt machte Christian Billich dann folgten zwei Powerplay-Tore durch Calvin Pokorny und Martin Réway, ehe der Slowake kurz danach noch einmal zuschlug.

Im Schlussdrittel zeigte der EC Bad Nauheim Moral. In Überzahl gelang Taylor Vause das 3:5, David Cerny (57.) verkürzte vor 2134 Zuschauern sogar auf 4:5, ehe EC-Spieler Tim Coffman genau eine Sekunde vor der Schlusssirene das Torgestänge traf. Ein Ausgleich wäre aber nicht mehr verdient gewesen, wie selbst Trainer Harry Lange nach der begegnung zugab.

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