1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

In der Hektik den kühlen Kopf verloren

Erstellt: Aktualisiert:

gispor210222-warnke-wett_4c
Nach der Niederlage in Bruchköbel ist die HSG Wettenberg um Tom Warnke auf Schützenhilfe angewiesen. © PeB

Gießen (mol). Die HSG Wettenberg hat im Kampf um die Meisterrunde in der Männerhandball-Oberliga einen Rückschlag hinnehmen müssen. Bei der SG Bruchköbel unterlag das Team von Trainer Axel Spandau mit 20:21 (10:13) und ist nun auf Schützenhilfe angewiesen, wenn es für den vierten Platz der Qualirunde noch reichen soll. Ausschlaggebend für die Niederlage waren nur drei HSG-Tore in den letzten 17 Spielminuten.

SG Bruchköbel - HSG Wettenberg 21:20

»Der Kampfgeist hat nach schwachem Start absolut gestimmt. Auch unsere Torhüter- sowie unsere Abwehrleistung waren gut. Aber am Ergebnis ist abzulesen, dass wir eine Unmenge an freien Chancen haben liegen lassen. Zum Teil waren diese - und auch einige Fehler - dem Harz geschuldet, das gehört zur Wahrheit dazu«, fasste Wettenbergs Trainer im Anschluss zusammen.

Die Wettenberger starteten schlecht in die Partie. Vor allem offensiv lief in der Anfangsviertelstunde nur wenig zusammen. War der Rückstand nach Aron Weises 2:3 (10.) noch knapp, war er nur rund drei Minuten später bereits auf vier Treffer angewachsen (2:6, 13.). Eine Auszeit Spandaus zeigte aber direkt Wirkung, sodass sich seine Mannen wieder zurückkämpften. Nach dem 4:7 (17.) sorgte ein 4:0-Lauf, abgeschlossen durch Tobias Henkel, sogar für die erste HSG-Führung (8:7, 21.). Nach Lennart Laubers 9:8 (23.) gelang vor der Pause aber nur noch Lukas Becker ein Treffer, weshalb Wettenberg nach 30 Minuten wieder mit 10:13 ins Hintertreffen geriet.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kämpften sich die Herren aus dem Gleiberger Land schnell in die Partie zurück. Becker glich schnell wieder aus (14:14, 38.). In der Folge blieb die Partie offen, die Bedeutung des Duells zweier Teams, die das letzte Meisterrunden-Ticket unter sich ausmachen, war den Akteuren anzumerken. Zwischen der 41. und 45. Minute gab es beispielsweise nur Aron Weises Tor zum 17:16, aber gleich vier Zeitstrafen. Obwohl Bruchköbel mit Kulenovic (42.) und Jockel (49.) zwei Akteure mit Roter Karte verlor, zogen die Gastgeber ihren Nutzen aus der Hektik. Die Folge: das 19:17 nach zehn torlosen HSG-Minuten. Zwar konnten Johannes Schwarz (18:19, 54.) und Becker (19:20, 58.) nochmal verkürzen, Luca Junker sorgte mit dem 21:19 in der vorletzten Minute aber für die Entscheidung. »Jetzt liegt der Fokus auf Petterweil, die wir schlagen müssen. Und dann müssen wir hoffen, dass Bruchköbel nicht mehr punktet«, blickte Spandau bereits voraus.

HSG Wettenberg: Laudt, Stroh - Schwarz (1), Werner (1), Becker (4), Anhäuser (2), Weidner, Rabe (1/1), Warnke, Schneider, Henkel (1), Oyono (1), Lauber (2/2), Weise (7).

Schiedsrichter: Schwarzmaier/Stewen (Wächtersbach). - Zeitstrafen: sieben (Kulenovic drei, Haupt, Zutic, Nico Bätz, Jockel), sechs (Rabe zwei, Schneider zwei, Werner, Becker). - Rote Karte: Kulenovic (42., dritte Zeitstrafe), Jockel (49., Foulspiel). - Siebenmeter: 5/3, 6/3.

Auch interessant