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In der Rolle des Gejagten

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Fernwald (fro). Der FSV Fernwald, das ist gewiss, hat die überraschende 1:3-Heimniederlage gegen den SV Steinbach vom Saisonstart längst verdaut und befindet sich momentan auf einer Erfolgswelle.

Bayern Alzenau - FSV Fernwald (Sa., 15 Uhr)

Entsprechend gelöst präsentiert sich Trainer Daniyel Bulut, dessen Team vor Selbstvertrauen strotzt und mit 40 Treffern hinter Eintracht Frankfurt U21 (42 Tore) den zweitstärksten Liga-Sturm präsentiert. »Bei guten Ergebnissen macht das Leben Spaß. Das ist nicht nur im Fußball so. Bei uns hat aber keiner abgehoben, denn wir wissen, dass wir uns den Erfolg in jedem Spiel neu hart erarbeiten müssen. Durch unsere Serie sind wir nun in der Rolle des Gejagten, denn alle wollen dir wieder eine Niederlage beibringen. Das macht die Aufgabe reizvoll, aber wir müssen zu 100 Prozent Gas geben, um zu bestehen«, mahnt Bulut.

Alzenauer Ansprüche

Der FSV-Trainer weiß als Kenner der Liga, dass der »kleine FC Bayern«, wie die Alzenauer gerne genannt werden, mit anderen Ansprüchen in die Saison gestartet ist. Aktuell belegt die Elf von FC-Trainer Angelo Barletta nur den zwölften Tabellenplatz. »Bei einem Torverhältnis von 15:17 sieht man, wo ihre Probleme liegen.

Mit Torwart Daniel Endres und den erfahrenen Marcel Wilke und Danilo Milosevic verfügt der FC über eine starke Abwehr. Im Angriff fehlt dem FC aber noch die Durchschlagskraft«, analysiert Bulut. Hier gehören Dusan Crnomud, Lukas Fecher und Malik Makey mit je drei Saisontreffern zu den besten Torschützen der Alzenauer, während der FSV mit Top-Torjäger Tom Woiwood (11 Tore), sowie den jeweils sechsmal erfolgreichen Erdinc Solak, Yannis Grönke und Brian Mukasa deutlich mehr Durchschlagskraft mitbringt. »Dass der FC in Waldgirmes trotz 70-minütiger Unterzahl mit 3:0 gewonnen hat, zeigt, welche Qualität in dieser Elf steckt. Dies ist für uns das Signal, wachsam zu sein. Wir müssen geduldig spielen und dürfen nicht in die gefährlichen FC-Konter laufen. Auswärts muss man stabil stehen, wenn man mindestens einen Punkt mit nach Hause bringen möchte«, weiß Bulut.

Der FSV-Trainer baut zudem darauf, dass seine Elf weiterhin hungrig sein wird und möchte bis zur Winterpause weiter fleißig Punkte sammelt, um den Klassenerhalt möglichst früh in trockene Tücher packen zu können.

Personelles: Kevin Göbel (Kreuzbandriss), Patrick Markiewicz, Niclas Mohr und David Siebert (alle im Aufbautraining) fehlen weiterhin. Jonas Schwabe soll nach Erkrankung bis zur Winterpause behutsam aufgebaut werden und nimmt nur am Training teil. Nicolas Strack steht zur Verfügung.

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