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In Hälfte eins klappt fast alles

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Von: Steffen Bär

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Nach dem Sieg in Großwallstadt herrscht beim TV Hüttenberg Zufriedenheit. Foto: Bär © Bär

Gießen. Es bleibt dabei: Auswärts läuft es einfach beim TV Hüttenberg! Am Mittwochabend hat der Handball-Zweitligist sein Spiel beim TV Großwallstadt mit 31:29 (19:14) gewonnen und damit bereits seinen fünften Sieg in der siebten Partie vor fremdem Publikum eingefahren.

Durch den insgesamt achten Saisonsieg und den dritten Erfolg in Serie verbleiben die Hüttenberger im Gesamtklassement auf Platz zehn, Großwallstadt fiel indes auf Rang zwölf zurück.

TV Großwallstadt - TV Hüttenberg 29:31

Es war vor allem die erste Halbzeit, in der die Hüttenberger eine hervorragende Vorstellung boten. Der TVH-Angriff leistete sich kaum einen Fehlwurf und hatte nach acht Minuten bereits drei Mal getroffen (3:1). Großwallstadt, beflügelt vom jüngsten 28:23-Auswärtssieg beim VfL Lübeck-Schwartau, hielt jedoch dagegen, glich durch Maxim Schaller nach 18 Minuten zum 7:7 aus und ging kurz darauf durch Dino Corak sogar in Führung.

Über die gesamte erste Hälfte gesehen hatten die Gastgeber in der Abwehr jedoch zu wenig Zugriff gegen das »Original aus Mittelhessen«. Die Schützlinge von Trainer Johannes Wohlrab behielten in der Offensive die Ruhe, ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und legten in den letzten zehn Minuten vor der Halbzeitpause den Grundstein für den späteren Erfolg: Ryuga Fujita traf von Rechtsaußen zunächst zum 12:10, ehe Vit Reichl den TVH-Vorsprung mit seinem 15:11 erstmals auf vier Treffer ausbaute (26.). Es blieb Ian Weber vorbehalten, per Doppelpack noch vor dem Kabinengang für ein beruhigendes 19:15 zu sorgen, das eine bärenstarke erste Hüttenberger Hälfte abrundete.

TVH hält Gastgeber auf Distanz

Der zweite Abschnitt begann so, wie der erste geendet hatte: Hendrik Schreiber sorgte mit seinem 20:14 bei den TVH-Fans für eine Vorahnung, dass auch diese Auswärtsreise ein erfolgreiches Ende nehmen könnte: Bevor es jedoch so weit war, mussten die Gäste noch einiges an Kraft investieren. Denn Großwallstadt schaffte es zwar während der gesamten zweiten Hälfte nicht mehr, noch einmal auszugleichen, ließ sich jedoch auch nie wirklich abschütteln. Gleich zwei Mal (38., 39.) kam das Team von Trainer Igor Vori noch auf zwei Treffer heran, hatte es danach jedoch sofort wieder mit gnadenlos effektiven Hüttenbergern zu tun: Kapitän Timm Schneider ließ die zarten Großwallstädter Hoffnungen mit seinem Tor zum 27:21 nur vier Minuten später sogleich wieder in sich zusammenfallen. Denn stets dann, wenn die Gastgeber noch einmal in Reichweite der Blau-Weiß-Roten kamen, trafen sie aus kurzer Distanz nur das Holz oder scheiterten am starken Hüttenberger Schlussmann Dominik Plaue, der zu Beginn der zweiten Hälfte für Leonard Grazioli ins Spiel gekommen war.

Der TVH konnte sich sogar noch den Luxus leisten, nach der Pause zwei Siebenmeter zu verwerfen, hatte seine beeindruckende Auswärtsbilanz jedoch spätestens durch das 31:26 von Niklas Theiß dreieinhalb Minuten vor dem Ende weiter ausgebaut.

TV Großwallstadt: Minerva (1.-30.), Boukovina (ab 31.), Ohm (n.e.) - Klenk (1), Babarskas, Bandlow (4), Schauer (3), Strakeljahn (1), Redkyn, Wullenweber (6), Zhuk (1), Corak (4), Stark (1), Munzinger (3), Schalles (5/3).

TV Hüttenberg: Grazioli (1.-30.), Plaue (ab 31.) - Schwarz (3), Opitz, Theiß (6), Fujita (3), Weber (4/1), Reichl (4), Schneider (2), Hofmann, Klein (3), Jockel (1), Schreiber (5).

Schiedsrichter: Köppl/Regner (Frankfurt/Nieder-Olm) - Zuschauer: 635 - Zeitstrafen: Großwallstadt zwei (Stark, Zhuk), Hüttenberg drei (Klein, Schneider, Opitz) - Rote Karte: Wullenweber (43., Großwallstadt) wegen groben Foulspiels - Verworfene Siebenmeter: Weber (Hüttenberg) wirft an die Latte (33.) und scheitert an Boukovina (50.).

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