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In Minute 87 reißt die Serie

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Von: Angelika Schepp

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Die Schusshaltung perfekt, den Ball satt getroffen, aber der Schuss von Erdinc Solak rauscht dann doch - abgezogen an der Strafraumkante - über das Tor der Frankfurter Eintracht. Und danach hatte Solak noch mit einem Lattenschuss Pech. Foto: Schepp © Schepp

Fernwald . Inklusive der Nachspielzeit fehlten dem FSV Fernwald am Samstagnachmittag lediglich sechs Minuten, um seine Erfolgsserie in der Fußball-Hessenliga auf zehn ungeschlagene Partien auszubauen. Mit dem eingewechselten Denis Streker war es ausgerechnet ein Spieler über 30 Jahre in Reihen der U21 von Eintracht Frankfurt, der den Mannen von Trainer Daniyel Bulut im Duell der beiden besten Angriffsreihen den entscheidenden Gegentreffer zum 0:

1-Endstand einschenkte.

»In der Offensive hatten wir in der ersten Habzeit klare Aktionen und die eine oder andere Möglichkeit. An dieser Klarheit hat es uns in der zweiten Hälfte gehapert. Wir hatten zwar Entlastung, haben aber die Angriffe nicht sauber zu Ende gespielt. Defensiv haben wir es gut gemacht und insgesamt nur wenig zugelassen. Unser Keeper Pierre Kleinheider musste wenige Bälle halten. Von daher ist die Niederlage sehr ärgerlich. Einen Punkt hätten wir verdient gehabt, der wäre nicht glücklich gewesen.« So das Fazit von FSV-Trainer Daniyel Bulut.

FSV Fernwald - Eintr. Frankfurt U 21 0:1

Wenngleich die Adlerträger mehr Ballbesitz und Feldvorteile besaßen, hatten die Hausherren stark Paroli geboten und bestätigt, dass sie nicht umsonst seit Ende August unbesiegt gewesen waren. »Kaufen können wir uns davon nichts, die Punkte sind weg«, war der FSV-Coach mit Lob für den Auftritt nach dem Schlusspfiff nicht zu trösten und ergänzte: »Da ist es mir lieber, wir spielen schlechter und punkten.«

420 Zuschauer und damit die erhofft größere Kulisse wollten einerseits den Profinachwuchs mit Bundesligaambitionen sehen und sich andererseits einen Eindruck verschaffen, wie sich der FSV gegen die Talentschmiede aus der Affäre ziehen würde. Und die Fernwalder wussten durchaus zu überzeugen. Immer wieder initiierten sie eigene Angriffsversuche und verhinderten so, über einen längeren Zeitraum unter Druck zu geraten. Hinten standen Innenverteidiger Louis Goncalves, Emir muhic und Co sicher, verschoben und verdichteten die Räume geschickt. Zwingende Einschussmöglichkeiten waren hüben wie drüben nicht übermäßig vorhanden. Yannis Grönke (28.) für Fernwald und Gianluca Schäfer (33.) verzogen aus der Distanz, ehe beide Teams vor dem Seitenwechsel doch noch einen Hochkaräter verbuchten. Bei den Frankfurtern verpasste Ignacio Ferri Julia die Führung (35.), bevor in der 44. Minute Tom Woiwod nach der Flanke von Grönke, der sich dynamisch durchgesetzt hatte, an der Fußabwehr von Torhüter Matteo Bignetti scheiterte. Im zweiten Abschnitt musste Fernwalds Nummer eins in der 48. Minute erstmals richtig eingreifen. Gianluca Schäfer tauchte frei vor ihm auf, aber Kleinheider behielt in dieser Eins-gegen-Eins-Situation die Oberhand. Der Gastgeber hielt mit einem Aluminumtreffer dagegen. Aus rund 18 Metern knallte der Schuss von Kapitän Erdinc Solak nach Vorarbeit von Lucas Burger an den Querbalken (58.).

Bei der Anzahl der zwingenden Abschlüsse nahmen sich der FSV und die Eintracht nicht viel, wobei die Frankfurter in der 87. Minute einmal durchschlagskräftig waren. Sie drangen in den Sechzehner ein, wo die Bulut-Truppe die Situation nicht bereinigen konnte. Streker behielt die Übersicht und fügte dem FSV die fünfte Saisonniederlage zu.

FSV Fernwald: Kleinheider - Burger, Goncalves, Muhic, Bender - N. Schäfer (75. Hendrich), Hofmann (80. Dervishi), Mukasa, Grönke - Solak, Woiwod.

Eintracht Frankfurt U21: Bignetti - Alikhil, Fisher, Otto, Brauburger - Ghotra (72. Streker), Dejanovic, Wenig (78. Amiri) - G. Schäfer (82. Maqkaj), Ferri Julia, Loune (90. Sejdovic).

Tor: 0:1 Streker (87.). - Schiedsrichter: Hager (Ginsheim). - Zuschauer: 420.

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