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In Unterzahl zum Dreier

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Kinzenbach. Einen knappen, aber hochverdienten 2:1 (0:0)-Sieg feierte die SG Kinzenbach gestern Abend in der Fußball-Verbandsliga Mitte gegen den FC Waldbrunn, der sich nach seiner 14. Saisonniederlage weiterhin akut in Abstiegsgefahr befindet.

SG Kinzenbach - FC Waldbrunn 2:1

Der Dreier für das Team aus dem Heuchelheimer Ortsteil ist umso bemerkenswerter, da die SG nach einem Platzverweis für Nicolas Anker fast eine Stunde lang in Unterzahl spielen musste.

Entsprechend zufrieden war SG-Coach Oliver Dönges nachher: »Der Sieg war verdient, weil wir schon vor dem Platzverweis genug Torchancen hatten, aber da nicht zielstrebig genug waren. Aber auch in Unterzahl haben wir dem Gegner keine Chancen zugelassen. Deshalb ein großes Kompliment an meine Mannschaft.«

Seine Mannschaft hätte schon zur Pause ganz klar führen müssen. Nach einer von beiden Seiten kämpferisch geprägten Anfangsphase stand Robin Sajonz nach einem präzisen Seitenwechsel-Pass von Tommy Ried alleine vor FC-Keeper Leon Schmitt, der parieren konnte.

Auch in der Folge blieben die Gastgeber spielbestimmend, hatten dauernd den Vorwärtsgang eingeschaltet. Nach einer Viertelstunde wartete Hakan Güngör freistehend zu lange, sein Schuss wurde ebenso abgewehrt wie zwei Minuten später ein Kopfball von Ried und kurz darauf ein Abschluss von Güngör, den Marius Jörg mustergültig bedient hatte.

Viele Chancen

Nach gut einer halben Stunde leistete sich Kinzenbachs Spielführer Nicolas Anker eine unnötige Aktion, als er nach einer strittigen Entscheidung des insgesamt schwachen Schiedsrichters dem Unparteiischen den »Vogel« zeigte und mit der Roten Karte den Platz verlassen musste. Aber auch dezimiert waren die Gastgeber dominant, und Güngör (39.) bei einer scharfen Hereingabe von Jörg und Sajonz, dessen Schuss Schmitt abwehrte, hatten die Führung auf dem Fuß.

Harmlos

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Gäste trotz Überzahl harmlos und zeigten spielerische Mängel. Dagegen belohnten sich die Gastgeber durch ihren besten Spieler an diesem Abend. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld vollendete Timo Schmidt sein Solo mit dem 1:0 (58.). Und als Ried mit einem genauen Schuss ins lange Toreck für das 2:0 (71.) gesorgt hatte, schien die Entscheidung gefallen. Aber nur drei Minuten später verkürzte Steffen Rücker auf 1:2 (74.), nachdem David Schäfer die Latte getroffen hatte. Nun drängten die Gäste mit mehr Torannäherungen auf den Ausgleich, blieben aber bis auf Robin Scholl (80.), der an SG-Keeper Nico Mohr scheiterte, harmlos.

SG Kinzenbach: Mohr - Yildirim, Anker, Jörg, Schmidt, Ersentürk, Ried, Güngör (63. Alber), R. Sajonz (67. Yener), Akin, Keller.

FC Waldbrunn: Schmitt - Form, Kostadinov, Weinand, Scholl, Rückel, Horn (46. Eisenkopf) Schäfer, Scholl, Henrich (25. Neuhof), Schöndorf (68. Mendel).

Tore: 1:0 (58.) Schmidt, 2:0 (71.) Ried, 2:1 (74.) Rücker - Schiedsrichter: Jäschke (Offenbach) - Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Anker wegen Schiedsrichterbeleidigung - Zuschauer: 90.

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