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»Jeder hat sich reingekniet«

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Gießen (cnf). Mit den Punkten hatten vorab wohl nicht viele Beobachter der 2. Basketball-Bundesliga ProB (Süd) gerechnet: Am Sonntagabend gelang den Gießen 46ers Rackelos, die noch um eine Playoff-Teilnahme kämpfen müssen, ein regelrechter Coup. Das Unger-Team setzte sich in eigener Halle mit 92:84 gegen den Südstaffel-Primus Dresden Titans durch. Für die Sachsen war es erst die dritte Niederlage in der laufenden Runde.

Zuvor hatte Dresden seine letzten sieben Spiele allesamt gewonnen.

46ers Rackelos - Dresden Titan 92:84

Beide Farben waren in Bestbesetzung angetreten und kämpften von Beginn an mit offenem Visier. »Das war ein sehr intensives Spiel. Beide Teams haben in der ersten Hälfte relativ gut getroffen«, bilanzierte Gießens Co-Trainer Ivica Piljanovic nach dem Triumph des mittelhessischen Tabellenzehnten, den aktuell noch vier Punkte von Rang acht trennen.

Die Rackelos erwischten einen starken Start (11:2, 3.), ließen die Titans danach aber besser ins Spiel finden. Beim Stand von 23:22 (10.) ging es in die erste Viertelpause.

In der zweiten Sequenz waren es erneut die Hausherren, angeführt von US-Aufbauspieler Montreal Scott (35 Punkte), die zunächst davonzogen (29:24, 12.). Doch Dresden zeigte sich unbeeindruckt (30:32, 15.) und profitierte von den zahlreichen Turnover der Gießener Bundes-Liga-Reserve, die sich diese Schwäche über das gesamte Spiel hinweg erlaubte. Nach mehreren Führungswechseln ging es beim 46:46-Zwischenstand (20.) in die Kabinen.

Nach dem Wiederanpfiff präsentierten sich die Rackelos defensiv etwas besser sortiert und steigerten auch ihre Bemühungen und Erfolge in Sachen Rebounding. »In der Mitte des dritten Viertels haben wir dann gemerkt, dass wir durch unsere Defensive und unsere Intensität das Spiel eigentlich ganz gut im Griff hatten«, resümierte Piljanovic, dessen Team zum Ende des dritten Durchgangs mit 65:64 (30.) aber nur einen knappen Vorteil innehatte.

Scott und Ziring marschieren voran

Angetrieben durch Scott eilten die Rackelos zu Beginn des letzten Viertels bis zur 34. Minute auf 75:65 davon. Dresden verkürzte zwar nochmals auf 75:73 (35.) - dichter sollten die Gäste am Sonntag aber nicht mehr rankommen. Gießen wahrte in den finalen fünf Minuten die Konzentration und brachte den Heimerfolg über die Gäste aus »Elbflorenz« sicher über die Zeit.

»Das war ein wichtiger Sieg, es hat sich jeder reingekniet«, lobte Ivica Piljanovic, der von einer geschlossenen Teamleistung sprach, zwei Akteure aber besonders hervorhob: »Viktor Ziring hat eine überragende Defensive gespielt - und unser Amerikaner, Montreal Scott, hat einfach mal einen rausgehauen.« Freilich versprechen sich die Gießener durch den Überraschungssieg neuen Auftrieb im Kampf um die Playoff-Teilnahme. »Wir haben jetzt noch fünf Spiele, die allesamt machbar sind - jetzt müssen wir einfach mal schauen«, so der Co-Trainer der Mittelhessen.

Gießen 46ers Rackelos: Ziring, Maruschka, Schneider, Begue 17/1, Uhlemann 27/4, Amaize, Lischka 9, Binapfl 4, Rostek, Scott 35/1, Istrefi, Brach.

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