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»Jetzt muss auch geliefert werden«

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Grünberg (cnf). Vor rund einem Jahr erlebte der FC Weickartshain eine seiner dunkelsten Stunden: Erstmals seit dem Gründungsjahr 1927 konnten die Grünberger keine eigene Senioren-Mannschaft mehr stellen, die kürzlich geendete Fußball-Saison 2021/22 ging daher ohne den FCW vonstatten. Nun jedoch kehrt Weickartshain zurück auf die Bildfläche der Kreisliga B und Kreisliga C Alsfeld - mit gleich zwei Teams und etlichen Spielern für die neue Runde.

»Wir haben momentan knapp 50 Spieler zusammen. Viele alte Gesichter und auch einige neue«, freut sich der FC-Abteilungsleiter (Fußball) Max Bleifuß über den positiven Entwicklungsstand seiner Farben. Im Oktober 2021 habe das Projekt »Comeback« seinen Anfang genommen, seit spätestens Ende April ist endgültig klar, dass mit Weickartshain ab Sommer 2022 wieder zu rechnen sein wird. »Das hat sich alles so nach und nach entwickelt und sich rumgesprochen, sodass immer mehr Spieler zurückkamen«, erklärt Bleifuß.

Viele alte und neue Gesichter

Die neuen oder oftmals auch neuen alten Akteure kommen aus allen Richtungen. Ehemalige Jugendspieler, aus den starken Jugendjahrgängen vor rund einer Dekade, die es wieder in die Region verschlagen hat, frische Jugendspieler, aber auch erfahrene Recken - wie Tim Schönhals (FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod) -, die zuletzt bei anderen lokalen Vereinen aktiv waren, sind unter anderem zu nennen. Oder eben Max Bleifuß, der selbst auch wieder spielen wird, der in der vergangenen Runde noch als Spielertrainer beim Alsfelder A-Ligisten TSV Burg-/Nieder-Gemünden engagiert war.

Vor zwei, drei Jahren, erklärt Bleifuß, als einige Führungsspieler den FCW verlassen hatten, habe das Konstrukt allmählich zu bröckeln begonnen: »Jetzt hat es sich aber umgekehrt und wieder so entwickelt, dass die Leute die positive Energie, die Dynamik und das neue Konzept gefeiert haben. Wir haben die Spieler zum Teil gar nicht angesprochen, die kamen auf uns zu.«

Auch einen neuen Spielertrainer habe man bereits verpflichten können: Harri Enns, der ebenfalls von der Grünberger FSG kommt und der in der Vergangenheit als Spieler unter anderem schon mit der FSG Homberg/Ober-Ofleiden in der Gruppenliga zu einigen Einsätzen kam. Überhaupt hat sich bei den Weickartshainern einiges verändert und erneuert - auch der Vorstand, inklusive Beisitzer, kommt auf acht neue Mitglieder. Neuer erster Vorsitzender und Nachfolger des langjährigen FC-Verantwortlichen Michael Zieße, mit dem das Team 2018 unter anderem von der B-Liga in die A-Liga aufgestiegen war, ist Peter Schmitt.

Bewährungsprobe: Grünberger Pokal

»Ich denke mal, dass wir eine sehr gute Mannschaft für die B-Klasse haben«, so Max Bleifuß, der zugleich und bei aller spürbaren Euphorie betont: »Jetzt muss natürlich auch geliefert werden. Wir haben ambitionierte Ziele und mit den Spielern, die wir haben, muss man schon sagen, müssen wir in der B-Liga eigentlich oben mitspielen.«

Zu den ambitionierten Zielen, die der FC-Abteilungsleiter anspricht, gehört freilich auch der Blick über den Tellerrand - beziehungsweise in die Zukunft: »Wir wollen nicht nur Fußball spielen, sondern langfristig gesehen etwas auf die Beine stellen, was Perspektive hat.« So sollen unter anderem neue Sponsoren gewonnen werden, um auch mal Trainingslager und Team-Events zu ermöglichen, sagt Bleifuß: »Das ist so der Gedanke, dass wir den Spaßfaktor wieder in den Vordergrund stellen.«

Für die neue Saison 2022/23, die für die erste FC-Garde in der B-Liga und für die Reserve in der C-Liga beginnen wird, möchte man sich, so Max Bleifuß, ab dem 5. Juli vorbereiten: »Dann spielen wir auch direkt beim Grünberger Stadtpokal mit. Und dann werden wir noch eine knackige Vorbereitung machen, so vier, fünf Wochen, und freuen uns darauf, wieder dabei zu sein.«

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