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Jubel nach Hessenderby

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Rabenau (mcs). Die HSG Lumdatal hat sich mit einem Sieg im Hessenderby in die Weihnachtspause der Dritten Frauenhandball-Liga verabschiedet. Am Sonntagabend bezwang das Team von Marcel Köhler die zuvor drei Mal in Folge siegreiche HSG Gedern/Nidda in den Schlusssekunden noch mit 23:22 (13:12) und feierte im Anschluss mit den eigenen Fans den zweiten Saisonerfolg.

HSG Lumdatal - HSG Gedern-Nidda 23:22

Um zum Jahreswechsel den letzten Tabellenplatz zu verlassen, reichte der doppelte Punktgewinn allerdings nicht aus. »Das war unser mit Abstand bestes Saisonspiel. Wir haben stark und mit großer Leidenschaft verteidigt, eine Spielerin war für die andere da. Das war der Schlüssel des Erfolges. Offensiv haben wir uns auch klar gesteigert und nur wenige technische Fehler gemacht. Leider haben wir zu viele freie Bälle verworfen, sonst hätten wir es uns leichter machen können. Aber das ist natürlich ein toller Jahresausklang für uns«, freute sich der HSG-Trainer.

Von Beginn an waren die Gastgeberinnen gewillt, die 16:23-Niederlage vom Saisonauftakt wettzumachen. Und obwohl sich Gedern/Nidda in den letzten Wochen stark präsentiert hatte, legte die Köhler-Sieben von Beginn an kleine Führungen vor (4:3, 8., 8:7, 22.). Ein 3:0-Lauf der Gäste sorgte beim 8:10 für einen kleinen Rückschlag. Doch Lumdatal kämpfte sich noch vor der Pause zurück und übernahm nach dem 10:10 wieder das Kommando, weil Kim Fuhrländer noch drei Mal treffen konnte (13:12).

Und nach dem Wechsel knüpften die Lumdataler Damen nahtlos an die starke Vorstellung der ersten Halbzeit an, verrichteten allerbeste Deckungsarbeit und zogen bis zur 40. Minute sogar auf 17:14 davon. Doch wie im Hinspiel, als die Partie zu diesem Zeitpunkt verloren wurde, leistete sich die Köhler-Truppe auch diesmal in den Folgeminuten eine Schwächephase.

Im Angriff wurde die Tiefe nicht mehr gefunden, die Abschlüsse waren dementsprechend ungefährlich. So kämpfte sich Gedern/Nidda wieder heran (17:18, 43.), glich beim 19:19 (48.) durch Rica Wäscher wieder aus und ging dann nach 57 Minuten erstmals seit dem 2:1 (4.) wieder in Führung. Dabei war es die ehemalige Kleenheimerin Emely Nau, die zum 22:21 für die Gäste aus der Wetterau traf.

Doch bereits im Gegenzug glich Lumdatal wieder zum 22:22 aus, und weil die Köhler-Sieben den folgenden Angriff Gederns erneut stark verteidigte und den Ball gewann, ergab sich noch die Chance auf den Siegtreffer. Und nach einer Auszeit Köhlers war es dann Madeleine Müller, der elf Sekunden vor Schluss das entscheidende 23:22 gelang. Ein letzter Freiwurf Gedern/Niddas fand in der Schlusssekunde nicht sein Ziel, sodass Lumdatal den Derbysieg kurz darauf lautstark bejubeln konnte.

Lumdatal: Schütz, Olemotz - Sauer (6/3), Schlapp (2), Franziska Müller (1), Mohr (1), Schneider (2), Schwabauer (1), Hasenkamp, Madeleine Müller (2), Parma, Bulling (2), Smajek, Fuhrländer (6).

Gedern/Nidda: Petek, Elisath, Heß - Rösner (1), Schüler (1), Hannah Niebergall (3), Engel (4), Pfaff (1), Huth, Wäscher (3), Amos (2), Emma Niebergall, Schindler (4/4), Nau (3).

Schiedsrichter: Stache/Wegmann (Dortmund). - Zeitstrafen: keine - zwei (Pfaff, Emma Niebergall). - Siebenmeter: 3/3 - 4/4.

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