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Kampf um die Bundesliga

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Vom Co-Trainer zum Koordinator der Mittelhessen Youngsters: Andre Ferber. © Bär

Gießen. Die Nachricht vor ziemlich genau einem Jahr machte schnell die Runde: Die A-Jugendhandballer des TV Hüttenberg und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen schließen sich ab der Saison 2021/22 zusammen und starten als »Mittelhessen Youngsters« in der Jugendhandballbundesliga. Seit dem Aus im Achtelfinale des DHB-Pokals beim VfL Horneburg Anfang April diesen Jahres ist die Premieren-Saison für die von Mario Weber und André Ferber trainierten Youngsters beendet und die Zeit für einen Rückblick gekommen.

Saisonrückschau:

In Niedersachen startete die Premieren-Saison der Youngsters am 11. September 2021 mit einer 22:29-Niederlage beim TSV Burgdorf nahe Hannover, in Niedersachsen endete sie ebenso mit der Niederlage im Achtelfinale des DHB-Pokals beim VfL Horneburg Anfang April. Fünf Vorrunden-Spieltage mussten die Youngsters auf den ersten Sieg warten, ehe die Reise zum Auswärtsspiel beim HC Elbflorenz 2006 mit einem Erfolg gekrönt wurde. Mit 32:27 konnten die Mittelhessen Anfang Oktober 2021 erstmals zwei Punkte auf der Habenseite verbuchen.

Da es der einzige Sieg in der Vorrunde blieb (gegen jeden der fünf Gegner wurde nur einmal gespielt), ging es für das Team von Weber/Ferber in die Hauptrundengruppe B. In Hin- und Rückspiel wurden vier Mannschaften ermittelt, die im Sechzehntelfinale um die Deutsche Meisterschaft in die K.o.-Runde starten durften. Mit zwei Niederlagen gestartet, gelang den Youngsters erneut in Dresden beim HC Elbflorenz der Turnaround.

Mit acht Siegen aus 14 Partien, darunter zwei Siege gegen den TSV Burgdorf, wo man im September noch deutlich unterlagen hatte, zogen die jungen Mittelhessen als Tabellendritter ins Sechzehntelfinale um die Deutsche Meisterschaft ein.

Gegen den SC Magdeburg gelang im Hinspiel in der mit knapp 500 Zuschauern gefühlten Sporthalle Dutenhofen ein sensationeller 31:29-Erfolg, der noch höher hätte ausfallen können. Die zwei Tore Vorsprung aus dem Hinspiel reichten nicht aus, um an der Elbe zu bestehen, die Youngsters hatten gegen den hohen Favoriten aus Magdeburg mit 24:28 das Nachsehen und schieden denkbar knapp aus. So blieb auch der einfachste Weg zur Qualifikation für die kommende JHBL versperrt, alle Teams im Achtelfinale hätten ihr Ticket schon sicher gehabt.

Magdeburg schaffte es bis ins Halbfinale und kämpft dort gegen die Füchse Berlin um den Einzug ins Finale. Für das Team der Trainer Mario Weber und André Ferber ging es im DHB-Pokal weiter, wo ab dem Achtelfinale alle unterlegenen Teams des Sechzehntelfinals um den Einzug ins Final Four kämpften.

Von zahlreichen Krankheitsfällen und Verletzungen geplagt hatten die Youngsters schon im Hinspiel im Hüttenberg gegen den VfL Horneburg deutlich das Nachsehen und schieden eine Woche später dann aus.

Neben dem Einzug ins Viertelfinale verpassten die Youngsters somit auch die zweite Chance, sich als eins der letzten vier Teams im DHB-Pokal direkt für die nächste Saison zu qualifizieren und muss dies nun über die im Mai startenden Qualifikationsturniere nachholen.

Vorschau:

Das Finale um die Deutsche Jugendhandballmeisterschaft werden die Füchse Berlin und die Rhein-Neckar Löwen ab dem kommenden Wochenende in Hin- und Rückspiel bestreiten. Den DHB-Pokal konnte sich am vergangenen Wochenende die HSG Rodgau Nieder-Roden im Finale gegen Youngsters-Bezwinger VfL Horneburg sichern.

Alle vier Teilnehmer des Final Four Turniers sind auch für die kommende Saison in der JHBL qualifiziert, dazu alle Mannschaften die das Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft erreichen konnten. Insgesamt 85 Mannschaften meldeten den Anspruch an in der männlichen Jugendhandballbundesliga in der Saison 2022/23 an den Start gehen zu dürfen, 21 von ihnen sind bereits direkt qualifiziert. Ab dem kommenden Wochenende kämpfen dann die verblieben 64 Mannschaften um 19 freie Startplätze.

Diese Startplätze (ab der kommenden Saison wird die JHBL wieder mit der Regelstärke von 40 Mannschaften gespielt) werden über die Qualifikationsturniere in den Landesverbänden - aufgeteilt in fünf Regionen - ausgespielt. Die Qualifikationsturniere dauern bis spätestens 12. Juni. Am 17. Juni wird der Deutsche Handballbund dann auf der Sitzung der Jugendspielkommission die Staffeleinteilung vornehmen.

Unter den 64 Startplatzanwärtern sind auch die Mittelhessen Youngsters, da die zwei gebotenen Chancen (Einzug ins Achtelfinale bzw. Final-Four des DHB-Pokals) zur direkten Qualifikation für die neue Saison in der Jugendhandballbundesliga nicht genutzt werden konnten.

So müssen die Youngsters den Weg über die Qualifikation nehmen, um auch ab Sommer in der Jugendhandballbundesliga an den Start gehen zu dürfen. Viel Zeit blieb nicht, der neue Kader musste schnell zusammengestellt werden und das Training gestartet werden.

Mario Weber bleibt als Coach der Youngsters an Board, wie er im Interview verrät. Ihm zur Seite stehen wird künftig Sebastian Roth, André Ferber rückt als eine Art Jugendkoordinator auf die organisatorische Ebene.

Quali-Turnier

Start zu den Qualifikationsturnieren ist bereits am kommenden Samstag. In Hanau treffen die Youngsters bei verkürzter Spielzeit von 2 x 20 Minuten dann auf die gastgebende HSG Hanau, den TV Gelnhausen und die HSG Hochheim/Wicker.

Nur die beiden besten Teams erreichen das nächste Qualifikationsturnier am 29. Mai. Trainer Mario Weber hat durchaus Respekt vor dieser Aufgabe: »Bestehen wir das Turnier in Hanau warten weitere dicke Brocken auf uns. Für das darauffolgende Turnier stehen mit den Nachwuchsteams aus Friesenheim und Saarlouis schon zwei starke Teams fest. Auch hier kommen nur die ersten beiden weiter. Also direkt ein sehr anspruchsvolles Programm, wo wir gute sportliche Leistungen brauchen, um es auch zu packen.«

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