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Kampf um weiße Weste

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Gießen (mol). Zweimal in den Süden nach Hattersheim und Darmstadt und einmal in den Norden nach Melsungen reisen die heimischen Teams der Frauenhandball-Oberliga am kommenden Wochenende und peilen dabei die nächsten Auswärtspunkte an. Komfortabler hat es da die TSG Leihgestern, die Heimrecht genießt und gegen Germania Fritzlar II den zweiten Heimsieg binnen einer Woche feiern möchte.

TSG Eddersheim II - HSG Lumdatal (Samstag, 19 Uhr, Städtische Sporthalle Hattersheim): Aus einem spielfreien Wochenende, aber mit 6:0 Punkten im Rücken reisen die Lumdatalerinnen zum Aufsteiger, der in seinen bisherigen drei Partien noch nicht punkten konnte. »Eddersheim ist trotzdem besser als es die Ausbeute aussagt. Zuletzt sind sie immer wieder an ihrer Chancenverwertung gescheitert. Sie spielen einen schnellen Ball und haben auch gute Eins-gegen-Eins-Spielerinnen im Rückraum, weshalb Vorsicht auf alle Fälle geboten ist«, warnt Lumdatals Trainer Marcel Köhler, will die nächsten Punkte aber dennoch einfahren. »Dafür müssen wir an die Abwehrleistung aus den letzten Partien anknüpfen und brauchen zudem eine konzentrierte Angriffsleistung«.

Ein paar Sorgen plagen Köhler dennoch, denn mit Pia Hummerich, Kim Fuhrländer und Leona Parma fallen am Wochenende gleich drei Spielerinnen aus.

TSG Leihgestern - SV Germania Fritzlar II (Samstag, 19.30 Uhr, Stadthalle Linden): Nach einem Start mit drei Siegen aus drei Spielen gehört die TSG zu einem Trio, das in der Oberliga nach dem Auftakt noch ohne Punktverlust dasteht. Und geht es nach dem Willen von Jonna Jensen soll das auch nach dem Wochenende so bleiben.

Schlecht gestartet sind freilich auch die Nordhessinnen nicht, die ihre vier Zähler allerdings in den beiden Heimspielen einsammelten. Die einzige Auswärtspartie bei der SG Kirchhof II ging dagegen mit 27:29 verloren.

»Aus meiner Sicht ist Fritzlar aber stärker besetzt als noch in der letzten Saison, da sie doch Zuwachs aus der eigenen ersten Mannschaft bekommen haben. Daher wollen und können wir unsere Leistung vom letzten Wochenende sicherlich noch steigern«, möchte die TSG-Trainerin nach dem 25:24 über Oberursel nun den zweiten Heimsieg binnen sieben Tagen feiern.

TGB Darmstadt - HSG Wettenberg (Samstag, 19.30 Uhr, Lichtenberg-Schule Bessungen): Ein wahres Feuerwerk brannten die Wettenbergerinnen am vergangenen Wochenende ab und feierten einen 29:12-Kantersieg über die SG Kirchhof II. Vor allem die Defensive Wettenbergs war zuletzt ein wahres Bollwerk, nur 25 Gegentore mussten die Damen aus dem Gleiberger Land in den letzten beiden Partien hinnehmen.

»Und daran wollen wir natürlich auch am Samstag anknüpfen. Wir haben weiter daran gearbeitet unter der Woche, unsere Deckungsleistung war zuletzt natürlich unser großes Plus. Aber wir müssen es auch wieder schaffen, ein konsequentes Umschalt- und Angriffsspiel auf die Platte zu bekommen, wenn wir auf die weite Heimfahrt von diesem Auswärtsspiel Zählbares mitnehmen wollen«, so HSG-Coach Kai Nober.

Der hatte im Laufe der Woche wieder Krankheitsfälle in seinem Team zu beklagen, sodass sich erst kurzfristig entscheiden wird, welcher Kader Wettenbergs Trainer zur Verfügung steht.

SG Kirchhof 09 II - HSG Kleenheim-Langgöns (Samstag, 19.30 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen): Vier Spiele, vier Siege, eine Tordifferenz von plus 30: als Tabellenführer und mit viel Selbstvertrauen im Rücken reist die HSG nach Nordhessen und ist gegen Kirchhof II (2:6 Punkte) sicherlich in der Favoritenrolle.

Doch bei Heimspielen bietet die Drittliga-Reserve mitunter einen völlig anderen Kader auf als auswärts, wo es zuletzt eine böse 12:29-Abfuhr bei der HSG Wettenberg gab. SGK-Trainer Martin Saul weiß um diese Tatsache auch, schaut aber vor allen Dingen auf sein eigenes Team. »Da dort in den Heimspielen in der Regel zahlreiche Spielerinnen der ersten Mannschaft auflaufen, erwartet uns eine Partie auf Drittliganiveau. Hier wollen wir uns an unsere Auftritte in der Vorbereitung zurückbesinnen und die Herausforderung annehmen«, so Saul, der wohl mit »voller Kapelle« antreten kann.

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